Donnerstag, 9. Dezember 2021

CD-Review: Vomit Spell "self-titled"

VOMIT SPELL machen so wenig Kompromisse wie ich es selten bei einer Deathgrind-Band gesehen habe und "Kompromisbereitschaft" ist generell keine Tugend in diesem Subgenre. Ihr selbst-betiteltes Debütalbum macht dort weiter wo die erste Demo aufgehört hatte.

Freitag, 3. Dezember 2021

CD-Review: Rexul "Erebus​.​.​.​Virtuosus​.​.​.​Alpha​.​.​."

REXUL wird den meisten von euch nichts sagen. Das Duo aus NRW veröffentlicht dieser Tage sein Debüt "Erebus​.​.​.​Virtuosus​.​.​.​Alpha​.​.​." bei F.D.A. Records. Wer allerdings im Death-Metal-Untergrund der letzten Dekade sehr aktiv gewesen ist, dürfte sich vielleicht an ihre Vorgängerband erinnern.

Freitag, 26. November 2021

Tape gehört: Mental Phelgm "Mental Mucus"

 

MENTAL PHELGM stellen in ihrem recht kurzen Promozettel die Frage, ob man als potentieller Reviewer etwas mit exzessiver Schlagzeugraserei anfangen könne. "Sollte eine Abneigung gegen Blastbeats [sic] bestehen, können Sie gerne die Zeit sinnvoller nutzen und die betreffende Demo mit 0 Punkten bewerten", schreibt man offen und ehrlich, denn das wäre ja besser als "so 4-5 von 10, nä?" Die andere Option liest sich wiederum folgendermaßen: "Im Falle einer Vorliebe für Blastbeats [sic] empfehlen wir für alle weiteren relevanten Informationen beigefügte Tonträger bzw. Dateien in ein Wiedergabemedium bzw. eine Wiedergabesoftware einzuführen." Es gibt übrigens auch noch eine dritte Möglichkeit, die thematisiert wird: "Falls Sie ungeachtet der Blastbeataversion trotzdem eine objektive Rezension schreiben wollen: Respekt und Sorry für den Krach!" Ich entscheide mich natürlich dafür die Demo in den Player zu werfen und ich stürze mich umgehend auf "Mental Mucus".

Freitag, 19. November 2021

Live-Review: Guardians Gate (Live im Schützenhaus)


In diesen Zeiten muss man jedes Konzert mitnehmen, das sich anbietet, da man nicht weiß, ob es vielleicht das letzte Event für die nächsten Wochen oder Monate sein könnte. Deswegen nimmt man auch gerne weite Strecken auf sich und sucht Orte auf, die man normalerweise gar nicht auf dem Schirm hätte. So führte mich der Drang nach Live-Musik von den äußeren Stadtteilen Frankfurts über die Hügel des Taunus bis (fast) hin an die Pforten des Westerwaldes in ein Dörfchen im Weilburger Land, wo GUARDIANS GATE nach längerer Abstinenz endlich mal wieder die Bühne entern.

Freitag, 12. November 2021

Tape gehört: Boarhammer "I: Cutting Wood for Magickal Purposes"

"BOARHAMMER? meinten Sie Bohrhammer?", wirft es mir Google entgegen als ich nach Informationen zu der heutigen Promo suche und möchte mich direkt zu einem Baumarkt weiterleiten. Nein, es geht nicht um Werkzeug, denn hinter BOARHAMMER verbirgt sich ein Black-Metal-Duo, dass sich 2020 frisch zusammengefunden hat und mit "I: Cutting Wood for Magickal Purposes" Anfang Dezember seine erste Demo auf Magnetband veröffentlicht. Allein das MC-Format ist für mich Grund genug hier einen ausführlicheren Blick drauf zu werfen.

Donnerstag, 4. November 2021

Reingehört: Echushkya "Earth And Sea"

 

ECHUSHKYA. Ich bin froh, dass ich diesen Bandnamen lediglich schreiben und nicht aussprechen muss (denn das ist bereits anstrengend genug). Dieser klingt erst einmal wie ein Pantoffeltierchen, aber ist tatsächlich der Banner unter dem der US-Amerikaner Andrew Lampe seit einigen Jahren atmosphärische Black-Metal-Alben veröffentlicht. Mit "Earth And Sea" ist fast genau vor elf Monaten eine Complilation erschienen, die die ersten beiden Releases zusammenfasst und um zwei Songs erweitert. Mit über 75 Minuten reizt man damit fast gänzlich die Spielzeit einer handelsüblichen Compact Disc aus. Ob das die vorliegende Veröffentlichung zu sehr aufbläht oder einfach nur richtig viel Gegenwert für wenig Geld bedeutet, wollen wir zusammen klären.

Freitag, 29. Oktober 2021

CD-Review: Ophis "Spew Forth Odium"

 

Wenn ich Bands nennen müsste, die deutlich bekannter sein sollten, als sie es derzeit sind, dann wären garantiert die Nordlichter von OPHIS ganz vorne mit dabei. Eine Band die innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte soviel Qualität abgeliefert hat und noch immer als ein Geheimtipp gehandelt wird, beweist dass es keine Gerechtigkeit auf dieser Welt gibt. Ihr nunmehr fünftes Album "Spew Forth Odium" ist gerade erschienen und sollte auch dem letzten Ahnungslosen die Augen öffnen, dass er sich glücklich schätzen darf in eine Zeit hineingeboren worden zu sein, in der eine Band wie OPHIS aktiv ist.