"Der pazifische Nordwesten hat im letzten Vierteljahrhundert eine der einflussreichsten und atmosphärisch dichtesten Musikbewegungen der Welt hervorgebracht", erklärt Dr. Alistair Thorne, der neu ernannte Leiter des Instituts für experimentelle Künste an der UO. "Es ist höchste Zeit, dass diese kulturelle Leistung akademisch gewürdigt wird. Unser neuer MBA bereitet die Studierenden auf eine Karriere in dieser musikalischen Nische vor."
Prominente Gastdozenten aus der lokalen Szene
Das absolute Alleinstellungsmerkmal dieses zweijährigen Studiengangs ist die enge Verzahnung von Theorie und Praxis. Die Universität konnte für die Gestaltung des Curriculums einige der renommiertesten Vertreter der Szene gewinnen.
Mitglieder von WOLVES IN THE THRONE ROOM zeichnen für das Lernmodul "Vereinbarkeit von Ökologie und Klang" verantwortlich. In einem dazugehörigen Workshop "Analoge Aufnahmetechniken in feuchten Nadelwäldern" lernen die Studierenden, wie man die perfekte Outdoor-Akustik abseits von Studio und Proberaum einfängt.
Die Musiker von AGALLOCH haben den Lehrplan für das Modul "Kritische Theorie der historistischen Folklore im 21. Jahrhundert" entworfen. Hier liegt der Fokus auf der Betrachtung sowie die Analyse der Entwicklung von neoklassizistischen und postromantischen Naturinterpretationen.
Für die performative Komponente konnte die Band UADA gewonnen werden. Ihr Praxisseminar trägt den Titel "Bühnenästhetik: Die Kunst der Mystifizierung unter Einsatz stringenter Anonymität"
Ein fordernder Lehrplan
Neben musikalischer Theorie müssen die Anwärter des Metal Arts Black (MBA) auch körperliche und mentale Resilienz beweisen. Zu den Zulassungsvoraussetzungen gehört das fehlerfreie Tremolo-Picking oder eine vergleichbare Leistungen am Schlagzeug, was vor allem die Leistungen Double-Bass- und Blast-Beat-Darbietungen angeht. Die Abschlussarbeit besteht wahlweise aus einer mehr als 80-seitigen Dissertation über Themen wie zum Beispiel Nihilismus, zoroastrische Philosophie oder Okkultismus beziehungsweise eine ausgearbeitete halbstündige Konzertaufführung mit eigenem Song-Material und selbst-inszeniertem Bühnenkonzept.
Die Vorlesungen sollen planmäßig zum kommenden Herbstsemester starten. Interessierte Studierende werden jedoch gebeten, sich noch heute, am 1. April, auf der Website der Universität online zu bewerben – bevor alle Plätze vergeben sein werden.
[Adrian]

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