Freitag, 29. Januar 2021

CD-Review: Japanische Kampfhörspiele "Neues aus dem Halluzinogenozinozän"

 

Die JaKas alias JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE gehören zum deutschen Grind-Kulturgut wie kaum eine eine andere Band. Seit mehr als 20 Jahren veröffentlichen die Krefelder (mit einer kleinen Pause in den 2010ern) immer wieder technisch-progressive und gesellschaftlich-subversive Extreme-Metal- und Grindpunk-Scheiben. Mit "Neues aus dem Halluzinogenozinozän" (versucht diesen Titel dreimal hintereinander auszusprechen) erscheint heute das zehnte Studioalbum und steht für höchstmögliche stilistische Offenheit, die die Band je zu bieten hatte.

Freitag, 22. Januar 2021

Reingehört: Zwenz "A Life's Work Of Natrgaard"

Wenn man als Solo-Musiker arbeitet kann das dahingehend von Vorteil sein, da man keinerlei Kompromisse bei seiner kreativen Vision machen muss und die persönliche Selbstverwirklichung zu 100% im Fokus steht. Allerdings hat man in diesem Fall auch niemanden, der einem sagt, dass manche Ideen vielleicht besser verworfen werden sollten. Ich bin ganz ehrlich - im Falle von ZWENZ ist letzteres definitiv der Fall. Alleinherrscher Natrgaard hätte bereits bei Benamung seiner Alben einen kritischen Berater gebrauchen können. Denn wer sein erstes und zweites Album jeweils "A Life's Work Of Natrgaard" nennt (jeweils unterschiedlich nummeriert), sollte darauf gefasst sein mitleidige Blicke zu ernten. Denn diese Titel deuten daraufhin, dass diesen Werken eine lange Karriere vorangegangen ist - dabei existierte dieses Projekt zum Zeitpunkt des ersten Releases gerade ZWEI Jahre. Die Erstveröffentlichung ist allerdings bereits 15 Jahre her und ZWENZ gibt es genau genommen auch gar nicht mehr - allerdings wurde besagtes Album gerade bei Black Blood Records neu aufgelegt. Schauen wir einfach mal, wie gut die Platte gealtert ist. 

Sonntag, 17. Januar 2021

Reingehört: Hovert "Omyt"

D.S.B.M. - vier Buchstaben, die vor etwas mehr als zehn Jahren Black-Metal-Gruppen spalten konnten. Für die einen war dieser hochemotionale und atmosphärische Spross der wachsenden Schwarzwurzelverästelungen die innovative Marschrichtung, der es in den den frühen 2010ern zu folgen galt, für die anderen war es dilettantisches Rumgejammer von verkappten Emos, die gestern angefangen haben eine Gitarre in die Hand zu nehmen. Wie so oft liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen und es gab sowohl Perlen als auch Ausschuss innerhalb dieser Bewegung. In welche Kategorie sich das russische Soloprojekt HOVERT mit seinem Album "OMYT" einsortiert werden wir in diesem Beitrag klären.

Sonntag, 10. Januar 2021

CD-Review: Lacrima Mortis "Posthumous"


Mir fällt gerade auf, wie lange ich keinen Doom Death Metal mehr gehört habe. Anfang der letzten Dekade, war dieses Subgenre mein Soundtrack für einsame Abendstunden - und damals gab es weder Pandemie noch staatsgefährdende Krawalle. In Anbetracht der Weltlage wäre es also gar nicht so unpassend sich wieder einmal den schleichenden Todesgrunzern und Downtempo-Beats hinzugeben. Zum Glück liegt aktuell ein entsprechendes Machwerk auf meinem Schreibtisch: "Posthumous" von LACRIMA MORTIS aus dem brasilianischen Blumenau (auch wenn der Ortsname so klingt als würde die Kapelle aus dem Bergischen Land stammen, liegt die Stadt tatsächlich am Zuckerhut).

Sonntag, 3. Januar 2021

Interview: Kane von Artisian

Interviews gibt es nicht viele bei Totgehoert, aber wenn sich eine interessante Gelegenheit bietet, dann nutzen wir auch diese auch - wie beispielsweise auch in diesem Fall. ARTISIAN ist ein ungarisch-schottisches Black-Metal-Projekt, das es bereits seit 16 Jahren gibt und das alleine von Musik-Enthusiast Kane geführt wird. In diesem Monat erscheint mit "Vérfarkasok Vére" (zu Deutsch "Blut der Werwölfe") das bereits neunte Album und da es aktuell noch nicht viel eInformationen zur kommenden Platte gibt, haben wir Kane in einem Zweigespräch auf den Zahn gefühlt (English-Version below)

Freitag, 25. Dezember 2020

Reingehört: Northorn "The Art Of Destruction"

Ich habe zuletzt ein richtig dickes Promo-Paket mit aktuellen Veröffentlichungen von Talheim Records zugeschickt bekommen. Einem Wiener Label, das sich sehr stark dem Black- und Extreme-Metal-Untergrund verschieben hat. Unter diesem CD-Bündel findet sich auch eine Bands namens NORTHORN, die mit Indonesien eine recht exotische Heimat hat (Kenner wissen natürlich, dass die Metal-Szene in Südostasien innerhalb der letzten Jahre immer stärker gewachsen ist). Bereits 2017 brachte diese (ursprünglich als Ein-Mann-Projekt gegründete) Truppe ihre bisher letzte EP namens "The Art Of Destruction" auf den Markt. In diesem Jahr kommt ein neues Mini-Album mit gleichen Namen heraus, das aber nur eine kleine Schnittmenge mit dem letzten Release hat.

Freitag, 18. Dezember 2020

Reingehört: Evangelist "Ad Mortem Festinamus"

Der epische Doom Metal ist wieder auf dem Vormarsch. Ernie stellt in seinem Krachmucker TV Format immer wieder Bands aus dieser Nische vor und auch im Deaf Forever gibt es aktuell eine mehrteilige Reihe zu diesem Thema. Da macht es nur Sinn, dass auch wir uns auch einen aktuellen Release aus dieser Riege vorknöpfen. Mit "Ad Mortem Festinamus" (zu Deutsch "Wir eilen zum Tod") ist dieser Tage die neuste EP der polnischen Schwergewichte von EVANGELIST erschienen. Was man hier erwarten kann, erklären wir euch in der Folge.