"Irgendetwas ist hier komisch", kommt es mir in den Sinn, während ich mir die neue Split-EP von PLAGUEWOMB, OMNINEGATION, NECROTFIXXION und ABSCHWÖRUNG anhöre. "Handelt es sich hier wirklich um vier verschiedene Bands oder ist es immer wieder dasselbe Musikerkollektiv?" - noch kann ich es nicht mit Bestimmtheit sagen, aber versuchen wir es gemeinsam herauszufinden und lasst uns dabei ergründen, ob es sich darüber hinaus auch musikalisch lohnt sich mit dem Mini-Album "Four Ways To Agony" zu beschäftigen.

RAPTURE hat was gegen Menschen. Zumindest kann man das der mächtigen Selbstbeschreibung aus dem Promozettel entnehmen, indem sie davon reden wie sehr die Schöpfung und die Natur durch den Menschen sowohl pervertiert als auch in ihrer Harmonie gestört werden und wahre Perfektion nur aufsteigen kann, wenn die Menschheit fällt. Konsequenterweise sprechen die Griechen bei ihrer Genre-Bezeichnung auch konsequenterweise von "Uncompromising Death/Thrash Misanthropy and Extremity". Da ich bin ich wirklich gespannt ob diesen markigen Worten auf ihrem dritten Album "Malevolent Demise Incarnation" auch entsprechend Taten folgen.
Ich gebe zu, nicht immer passen die Selbstbeschreibungen aus dem Promo-Zettel zum Klang des vorgelegten Tonträgers. Das Black-Metal-Projekt KRIEGSGOTT beschreibt allerdings den eigenen Stil sehr gut. Denn "hasserfüllten Schwarzmetall, der in Opposition zur modernen Szene steht" spielt das Nebenprojekt von BLACK ALTAR auf der aktuellen EP "H8 4All" definitiv. Ob aber noch mehr dahinter steckt, wollen wir in der Folge herausfinden.
Hach, es gibt nur wenige Bandnamen, die so gut zu der aktuellen globalen Krise passen wie LAST DAYS OF HUMANITY (kurz LDOH). "Horrific Compositions of Decomposition" ist nach 15 Jahren (!!) der erste neue Output der niederländischen Goregrinder und es wird wieder einmal schwierig werden den meisten Außenstehenden zu erklären, warum es sich hier um ein verdammtes Meisterwerk handelt. Ich weiß es ja selber nicht. Trotzdem versuche ich es einmal in Worte zu fassen.

Nachdem wir uns zuletzt wirklich sehr intensiv mit dem Thema Black Metal beschäftigt haben, schauen wir uns heute einmal zur Abwechslung in anderen Gefilden um. Bei INCEPTION OF ETERNITY befinden wir uns im gotischen Industriegebiet - was viele Stammleser jetzt abschrecken könnte, aber bleibt bei mir! Das zweite IOE-Album "Last Exit To The Past" verdient eine genauere Untersuchung.
Nach den experimentellen Promos der letzten Wochen, bin ich wirklich froh mit "Forgotten Memories" von ORTUS wieder eine konventionelle Schwarzmetallscheibe in meinem CD-Player begrüßen zu dürfen. Atmosphärischer Black Metal aus dem Rhein-Main-Gebiet? Ja Bitte!
STILLERS TOD waren mir bisher kein Begriff, aber ihre Promotion-Arbeit ist hochprofessionell. Ich bekomme einen Waschzettel in festem Briefpapier, der doppelseitig und farbig bedruckt wurde und so formuliert ist, als würde man sich um eine Anstellung im Bayreuther Festspielhaus bewerben. Da kann ich ja gar nicht anders, als mir ihr neustes Werk "Jupiter" einmal genauer zu Gemüte zu führen.