Donnerstag, 3. November 2016

CD-Review: Vader "The Empire"

Ich ziehe meinen Hut vor VADER. Nach weit über 30 Bandjahren schaffen es die Polen immer noch vier Alben innerhalb von fünf Jahren zu veröffentlichen. Das kriegt nicht jeder hin - vor allem nicht auf diesem Niveau. Der neuste Output "The Empire" ist das 13. Album der Kapelle und präsentiert sich aggressiver und spannender als so manches Debüt des todesmetallischen Nachwuchses.

Dienstag, 1. November 2016

Reingehört: Endless Curse "Slave Breeding Industry"

Brutaler Death Metal, der von Metalcore und Black Metal beeinflusst wurde? Diese stilistische Selbstbeschreibung von ENDLESS CURSE treibt mir Sorgenfalten auf die Stirn. "Soll ich "Slave Breeding Industry" tatsächlich eine Chance geben oder mir die Zeit lieber sparen?", frage ich mich während ich die Biographie der Band durchstöbere. "Hm, die drei Jungs geben an bereits mit CALLEJON und TROLLFEST gespielt zu haben - nicht gerade meine liebsten Referenzen, aber immerhin kennt man diese Namen schon mal", wäge ich innerlich ab und entscheide mich auf Play zu drücken. 

Sonntag, 30. Oktober 2016

Live-Review: Live im Second 2016

Einmal im Jahr ist Kirmes in Ennerich und einmal im Jahr wird passend dazu aus dem Ennericher Metal-Treffpunkt Second Home eine Konzerthalle. Dieses Jahr wurde der regionalen Szene mit gleich vier Bands ein besonders üppiges Menü serviert, das gestern ohne Ausfälle für eine ausgelassene Stimmung gesorgt hat.

Samstag, 29. Oktober 2016

CD-Review: Deceiver "Enter The Nightmare"

Viel haben wir bereits über die Hardrocker von DECEIVER geschrieben, aber das nicht ohne Grund. Denn sie sind Teil von etwas Größerem. Sie gehören zu einer neuen Generation, die die alte Schule des Metals für sich wieder entdeckt hat. IRON MAIDEN, SCORPIONS oder auch JUDAS PRIEST werden wieder zu direkten Vorbildern und singende Soli sowie starke Stimmen ersetzen Breakdowns und Brüllaffen-Shouts, die bis vor kurzem noch die Musik junger Metalheads ausgemacht haben. Es gibt also noch Hoffnung für die Generation der Millennials! Wirft man DECIVERs erste EP "Enter The Nightmare" in den Player, dann merkt man darüberhinaus, dass diese Rückbesinnung nicht nur eine Modeerscheinung bleiben wird.

Freitag, 28. Oktober 2016

Reingehört: Wyruz "Judge And Jury"

Death Thrash Metal gibt es im Grunde nicht. Sehen wir den Tatsachen ins Auge. Eine Zutat hat immer die Nase vorn. Entweder handelt es sich um Todesstahl-Truppen, die einige Thrash-Riffs in ihren Sound implementieren, oder um Thrash-Bands, die Blast Beat nutzen und ihre Gitarren tief und fies stimmen. Zur zweiten Kategorie gehören die Norweger von WYRUZ. Seit 2002 prügeln sie sich durch die Botanik und haben aktuell ihren zweiten Langspieler "Judge And Jury" veröffentlicht. Handelt es sich hierbei um einen weiteren belangloser Output eines Genres, das sich selbst überlebt hat, oder ist der Dreher ein echter Game Changer? Finden wir es heraus!

Dienstag, 25. Oktober 2016

Event-Tipp: Live im Second

Egal auf wie viele Konzerte man im Jahr geht - die jährliche Live-Beschallung anlässlich der Kirmes im schönen Runkel-Ennerich bleibt doch etwas besonderes. Alle zwölf Monate wird die aus der gemütlichen Metal-Kneipe Second Home ein Hexenkessel. Mit gleich vier Bands ist das Billing dicht besetzt und verspricht uns schon jetzt einen langen, harten Samstagabend.

Sonntag, 23. Oktober 2016

CD-Review: Eufori "Humörsvängningar"

"Depressive Black Metal? Das gibt's noch?" oder "War das nicht so ein Trend in den 2000ern?" mag man sich denken, wenn man heute den Begriff Depressive Suicidal Black Metal (kurz DSBM) liest. Populär geworden war dieser Stil vor allem durch Bands wie FORGOTTEN TOMB oder den stets verstrahlten Niklas Kvarforth und seine Kapelle SHINING. Überhaupt schadet es nicht ein wenig gestört zu sein, wenn man in dieser Szene Erfolg haben will. Auch eine gewisse Portion Selbstironie ist nicht verkehrt, wenn es um die Wahl des Bandnamen geht. Das haben sich wohl auch die Stockholmer von EUFORI gedacht und sich im Stile von HAPPY DAYS und LIFELOVER einen lebensbejahenden Banner zugelegt (selbsterklärend heißt der Bandname zu Deutsch so viel wie "Euphorie"). Mit "Humörsvängningar" (was übersetzt wiederum "Stimmungsschwankungen" heißt) hat man vor knapp drei Wochen den ersten Longplayer vorgelegt - den man sich in digitaler Form gratis bei Bandcamp herunterladen kann (obwohl ihr durchaus ein paar Euro investieren solltet, wenn euch die Musik zu überzeugen weiß).