Samstag, 23. Juli 2016

CD-Review: Voodus "Night Queen"

>"Night Queen" ist der Überschall-Tribut von VOODUS an die große Mutter der Mysterien der Nacht. Eine Königin, die hinter Sternen und Horizont haust. Der Schlüssel und der Schoss des Weges zur anderen Seite, Sitra Achra...<
Hach ja, wie sehr ich doch diese hilfreichen Waschzettel der Promoter liebe. Etwas aufschlussreicher ist da schon die beigelegte Biographie. So haben sich die Schweden bereits 2005 unter dem Namen JORMUNDGAND zusammengefunden und sich erst im letzten Jahr mit VOODUS einen neuen Namen gegeben. Unter dem alten Banner veröffentlichte man bereits zwei Demos und eine Full-Length - seit einige Monaten gibt es auch die erste Scheibe als CD im Angebot bei Heathen Tribes, die zuvor nur als MC zu bekommen war.

Donnerstag, 21. Juli 2016

Throwback Thursday: "Seven Burning Churches - A Tribute to Possessed"

Vor 31 Jahren erschien für viele Jünger des Death Metal das allererste Album ihrer Zunft. "Seven Churches" markierte in Sachen Brutalität, Verrohtheit und Urgewalt den Beginn einer neuen Zeitrechnung. Natürlich wurde es noch nicht direkt als solcher erkannt und vielmehr als ultra-heftiger Thrash-Release bewertet. Aber in der  Retrospektive kann man diesen Dreher und seine Schöpfer von POSSESSED gar nicht genug mit Lob überschütten. Das dachte sich wohl auch das Label Dead Center Productions und beglückt uns Anfang August mit "Seven Burning Churches - A Tribute to Possessed". Hier versammeln sich gleich elf Gruppen aus dem extremen Metal-Bereich (Ost-Europas) und interpretieren das Jahrhundertwerk auf ihre ganz eigene Weise. 

Dienstag, 19. Juli 2016

Classic-Review: Zombiekrig "Den vänstra stigens ljus"

Was wäre, wenn SKELETONWITCH und KVELERTAK zusammen ein Album aufnehmen müssten und TOXIC HOLOCAUST am Mischpult sitzen würden. Die Chancen stehen gut, dass das Ganze nach ZOMBIEKRIG klingen würde. Die Schweden rocken sich mit viel Thrash bereits seit 2008 angeschwärzt durch den Düsterwald. Bislang hat man es dabei auf zwei Alben gebracht und das Zweitwerk "Den vänstra stigens ljus" sogar gerade neu aufgelegt. Ursprünglich erschien dieser Hassbatzen 2012 und hat seitdem nichts von seiner Gemeinheit eingebüßt.

Sonntag, 17. Juli 2016

Reingehört: Seher "Nachzehrer" (Album + Demo Bundle)

"Der Seher sieht keinen Gott und keine Nation. Der SEHER sieht Dunkelheit, Furcht und Hass" - das ist die kurze Selbstbeschreibung der anonymen Schwarzmetaller aus Berlin. Namen der Mitglieder, Biographie oder andere Details sind Mangelware. Klar ist nur, dass die Hauptstädler im letzten Jahr ihre erste Demo veröffentlicht und im Dezember des gleichen Jahres direkt ihr erstes Album "Nachzehrer" hinterher auf den Markt geworfen haben. An wem beides vorbeigegangen ist, der hat ab Ende Juli die Chance gleich beide Releases als Bundle abzugreifen.

Samstag, 16. Juli 2016

CD-Review: Demon Incarnate "Darvaza"

Das kleine Saarland erregt für gewöhnlich nicht besonders viel Aufmerksamkeit, aber ist dann doch immer mal wieder für eine Überraschung gut. So war im letzten Jahr das F.D.A.-Rekotz-Debüt von DEMON INCARNATE eine dicke Überraschung - nicht nur, dass das eher für Death Metal bekannte Label plötzlich mit einer okkulten Heavy-Rock-Band auftrumpfen konnte, war ein Novum, auch die Qualität der Kapelle überzeugte. Nun sind Traditionalisten zurück und verkürzen uns mit "Darvaza" die Wartezeit bis zum nächsten Album.

Donnerstag, 14. Juli 2016

Reingehört: Praying Angel "Bloody Hands Of Our God"

"Betender Engel"? "Die blutigen Hände unseres Gottes"? Im ersten Augenblick könnte man denken, dass die Kieler von PRAYING ANGEL eine christliche Band sind. Allerdings könnte man damit nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. Die Norddeutschen sind nach eigenen Angaben eine Thrash- und Metalcore-Band, mit religionskritischen Texten, die auch auf ihrer ersten EP "Bloody Hands Of Our God" zu finden sind.

Mittwoch, 13. Juli 2016

Unerhört: Anal Fister "123 FistFuck"

Metal Archives kann ein toller Fundus sein, um obskure Metalbands aus zu graben. Allein wenn man die Liste mit den Neuzugängen aufruft, stößt bereits nach wenigen Sekunden auf die ersten verkannten Meilensteine der Musikgeschichte. So verdienen unter anderem auch ANAL FISTER definitiv mehr Beachtung. Diese Landsmänner von Mozart und Falco haben mit "123 FistFuck" wohl das meist ignorierte Death-Grind-Album des Jahres 2012 geschaffen und sollen an dieser Stelle noch einmal ausgiebig gewürdigt werden.