Donnerstag, 11. Januar 2018

Throwback Thursday: Fatum Elisum "Homo Nihilis"

Heute vor sechs Jahren habe ich bei Powermetal.de ein Review zu FATUM ELISUM und ihrem Debütalbum "Homo Nihilis" veröffentlicht. Ein Album, das mir damals wirklich gut gefallen hat. Was aber passiert meistens wenn mir eine Debütplatte richtig gut gefällt? Genau! Es folgen keine weiteren Veröffentlichungen und die Kapelle löst sich sang- und klanglos auf. So auch die Franzosen, die mehrheitlich in den Epic-Doomern von FORSAKEN PEDDLERS aufgegangen sind. Dennoch wollen wir einen kleinen Schulterblick auf diese vergessene Perle wagen mit dem überarbeiteten und gekürzten Review aus dieser Zeit. 
Wenn der Grindcore mit seinen zum Teil ultra-kurzen und wahnwitzig schnellen Liedern das eine Ende des metallischen Spektrums ist, dann ist der Funeral Doom Metal das andere Ende. Denn ich kenne kein anderes Subgenre, in dem

Lieder geschrieben werden, die über eine solche Heaviness und Langsamkeit verfügen (außer vielleicht Doom). Ihr dachtet 'Master Of Puppets' sei lang? Dann habt ihr FATUM ELISUM  noch nicht gehört. Denn auf ihrer neuen Platte "Homo Nihilis" wäre der METALLICA-Evergreen das mit Abstand kürzeste Stück gewesen. In der Regel sind die Tracks der Nordfranzosen nämlich doppelt so lang. Da ist es kaum verwunderlich, dass "Homo Nihilis" abzüglich Intro nur über vier Songs verfügt, die es aber zusammen locker auf über 70 Minuten Spielzeit bringen. Trotz dieser hohen Spielzeit, sind die Versatzstücke schnell zusammengefasst. Die Kapelle aus der Normandie nutzt unglaublich zähe Riffs, die man lange nachhallen lässt, unheimlich tief-gestimmte Instrumente und ein bedrohlich grollendes Gesangsorgan. Kurzum, es handelt sich um minimalistischen Doom, der es manchmal einer einsamen kaum verzerrten Gitarre gestattet einzelne Töne der Melancholie abzusondern. Bis zum Rausschmeißer 'East Of Eden' ändert sich an diesem Rezept meistens nicht viel und man setzt lediglich auf noch mehr brachiale Klangwände und tonnenschwere Massivität. Die 18 Minuten, die der Song dauert, werden gut genutzt und man zieht alle Register, die man im Spannungsfeld von Downtempo, Doom und Death Metal ziehen muss.


Wer EVOKEN und ESOTERIC mag, wird sich auch mit FATUM ELISUM anfreunden können. Ihr Erstling "Homo Nihilis" ist unheimlich stark und ein Monolith, der es schafft, seine überlangen Hymnen der Depression durchweg interessant zu halten. Die perfekte Musik, um bei Nacht auf dem Bett liegend eine Lavalampe zu beobachten.
Die Scheibe erschien am 28.11.2011 bei Aesthetic Death.

[Adrian]

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