Donnerstag, 25. Dezember 2014

CD-Review: Centinex "Redeeming Filth"


Nein, DISMEMBER sind leider nicht zurück, aber dafür ist eine andere Legende des Sweden-Death zurück auf der Bühne erschienen. Die Schwedentod-Geburtshelfer CENTINEX haben sich nach acht Jahren wiedervereint und legen mit "Redeeming Filth" ein verheißungsvolles Comeback-Album vor, das jeden Death-Metaller vor Begeisterung mit der Zunge schnalzen lassen sollte.
Allerdings muss in diesem Zusammenhang angemerkt werden, das vom 2006er Line-Up lediglich Basser und letztes Gründungsmitglied Martin Schulmann (der auch bei DEMONICAL tätig ist) übrig geblieben ist.
Daneben wurde Kennet Englund (unter anderem bekannt durch UNCANNY), der bereits zwischen 1999 und 2003 die Schießbude bedient hat, erneut ins Boot geholt und das Team durch Klampfer Sverker Wirdgren (der ebenfalls bei DEMONICAL in Lohn und Brot steht) und OCTOBER-TIDE-Sänger Alexander Högbom, der auch hier das Mikro hält, verstärkt. Das sind eine Menge Veränderungen, aber das Ergebnis gibt dieser Wiedervereinigung ihre Daseinsberechtigung. Die Tracks sind allesamt brachiale Old-School-Deather, die einerseits schon beim ersten Durchlauf richtig rocken und andererseits sich vollkommen authentisch anhören. Songs wie 'Bloodraze' oder 'Without Motives' sind Blaupausen für ein geiles Elchtod-Brett und beweisen, dass auch die alte Garde der Stockholm-Szene dem internationalen Nachwuchs in nichts nachsteht. Des Weiteren zeigt die Band mit 'Rotting Below', dass nicht nur bei OBITUARY gegroovt wird, sondern auch in Skandinavien, diese Spielart praktiziert wird. Dass die Produktion dabei auch noch stimmt, ist nur die Kirsche auf diesem Old-School-Eisbecher!



Es ist wunderbar festzustellen, dass die eigene Begeisterung für Swe-Death noch immer nicht gestillt ist und auch wenn es einiges an Durchschnittsware gibt, man von einem Killeralbum immer noch gepackt werden kann. CENTINEX schaffen das definitiv! Zuletzt haben mich die ersten beiden Alben der ENTRAILS oder die letzte Scheibe von REVOLTING so in schwedische Schwärmerei versetzt und mit "Redeeming Filth" kehrt diese Euphorie endlich zurück. Danke, Jungs! Danke, dass ihr wieder da seid und ein nahezu perfektes Death-Metal-Album abliefert habt! Jeder Death-Metal-Fan sollte sich diesen Rundling genauer anschauen, denn es ist eines DER Highlights des ablaufenden Jahres! Fuck Yeah!
Seit 21. November kann man die neunte Scheibe der Skandinavier bei Agonia Records abgreifen.

9 von 10 Punkten

[Adrian]

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