Montag, 3. September 2018

CD-Review: Into The Cave "Insulters Of Jesus Christ"

Wie kann man einer Band widerstehen, die auf den Namen INTO THE CAVE hört? Richtig, gar nicht! Die brasilianischen Blackened Thrasher kommen aus Rio de Janeiro, aber klingen als seien sie einem alten, erloschenem Vulkan entsprungen. Mit "Insulters Of Jesus Christ" ist gerade ist ihre zweite Langrille erschienen und die Lateinamerikaner schicken sich an die Schädel der letzten verbliebenen Poser zu spalten.

Blackened Thrash ist dabei allerdings nur die halbe Wahrheit. Tatsächlich kann man die vorliegenden Songs auch im Death Metal verordnen, selbst wenn man
zu Vergleichszwecken mindestens bis zu POSSESSED oder MANTAS zurückgehen muss - sozusagen zur Alten Schule des Old-School Death Metal. Im Rahmen dieser Zeitreise ist es deswegen auch völlig legitim das Album mit einem KING-DIAMOND-Schrei zu eröffnen, im weiteren Verlauf ein paar kitschige vampir'eske Orgeln einzubinden wie bei 'Heretic' und generell wie ein Leichenzug auf Kopfsteinpflaster zu rumpeln. Die obligatorischen "Ugh!"-Sounds sind natürlich auch mit von der Partie und sind dabei nur ein kleiner Mosaikstein im urigen Gesamtkunstwerk, das diese Platte bildet. Hier stimmt einfach alles. Ich kann mich gar nicht entscheiden, ob ich die (hell)hämmernden Drums, die manisch abgedrehte Gitarrenarbeit oder die geradezu dämonischen Grunts besonders lobend erwähnen möchte. 
Wenn man nach der Essenz der extreme-metallischen Ursuppe sucht, dann ist man bei INTO THE CAVE am Ziel angekommen. In allen Belangen liefern die Brasilianer mit "Insulters Of Jesus Christ" einen rundum perfekten Bastard aus traditionellem Death, Thrash und Black Metal ab. Etwas anderes als die Höchstwertung vermag ich hier fast nicht zu zücken, allerdings glaube ich, dass bei den Jungs beim nächsten Dreher noch ein wenig mehr drin sein wird und halte mich deswegen noch ein wenig zurück. Trotzdem verneige ich mich vor dem Quartett aus Rio und empfehle jedem Traditionalisten in dieses Teufelswerk hineinzuhören.
Seit 2. Juli 2018 gibt es die CD bei Narcoleptica Productions in der Auslage oder digital bei Iron, Blood and Death Corporation.

9 von 10 Punkten

[Adrian]

Keine Kommentare:

Kommentar posten