Sonntag, 29. Oktober 2017

Editorial: Neues von Kadaverficker

Wir haben die exklusive Gelegenheit bekommen in vier neue Songs der Ruhrpott-Grinder von KADAVERFICKER reinzuhören. Das sagen wir natürlich nicht nein und tun dies im perfekten Ambiente: im Zug auf dem Weg zu einem Konzert mit einem Bier in der Hand. 
Der erste Titel ist ein Intro beziehungsweise ein 'Necrolouge', wie die Band
Quelle: Kadaverficker Bandcamp
selbst es nennt. 'Raiding The Radiostations' eröffnet mit einem kurzen Hörspiel in dessem Zuge eine Warnmeldung ertönt, man solle sich in Sicherheit begeben. Allerdings ist es für den Sprecher selbst bereits zu spät, da die Kadaver, vor denen er warnen wollte, bereits angreifen und das Programm übernehmen. Das ist zwar etwas cheesy aber passt perfekt in das Konzept der Kapelle. Danach kommt der erste "richtige" Track. 'Crypt Of Harassment' ist ein grooviger Grind'n'Roller, der vor allem Fans von ROMPEPROP oder RECTAL SMEGMA gefallen dürfte. Von den vier Titeln ist dies auch mein persönlicher Favorit. Nach einer Menge Growls wird es in 'German Vermin' ziemlich rotzig und instrumental ist man sehr (traditionell) death-metallisch unterwegs. Hier nimmt man sich mit fast zwei Minuten noch die meiste Zeit und kreiert einen ordentlichen Nackenbrecher. Der letzte Titel 'You Dislike... We Destroy" wiederum macht keine Gefangenen und startet mit einem teuflischen Grind-Gewitter bevor (jeweils für den Chorus) auf Mitmach-Beatdown umgeschwenkt wird - wenn sich bisher gefragt wurde, wo hier das "Core" in "Necrocore" geblieben ist: hier ist es.

Eines ist bei diesen vier Tracks auf jeden Fall klar: wer KADAVERFICKER bisher nicht mochte, wird sich auch weiterhin schwer tun. Freunde von Grindcore und dreckigem Extreme Metal jedoch werden ihren Spaß mit den Fickern haben. Denn die Tracks präsentieren eine brutale Kapelle in Bestform. Mir persönlich gefallen die neuen Tracks und ich freue mich auf weiteren neuen Deathgrind aus den Pott. Die eingesetzten Stilmittel, der heftige Groove und das straighte, kurze Song-Writing, das sich trotzdem nicht zu Ernst nimmt, gehen wunderbar runter. Solche Songs sind der perfekte Soundtrack für eine bierselige Zugfahrt. In diesem Sinne: Prost und Ping!

[Adrian]

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