Donnerstag, 12. November 2015

Throwback Thrursday: Death "Infernal Death" / "Rigor Mortis"

Es ist Donnerstag und wie versprochen gibt eine neue alte Folge aus unserem DEATH-Special aus dem Winter 2011. Dieses Mal geht es um die beiden Demos "Infernal Death" und "Rigor Mortis". Nicht sonderlich bekannt, aber ziemlich wichtig in Bezug auf das Debüt-Album, dass bereits zwei Jahre später folgen sollte.
Die DEATH-Phase vor "Scream Bloody Gore" ist ereignisreicher als viele Metal-Fans denken. In den Jahren von 1984 bis 1987 hat Chuck Schuldiner viel gesehen von Amerika. Er war in San Francisco, Kanada und dann wieder in Florida, um die passenden musikalischen Mitstreiter zu finden. Bevor seine Reise aber begann, nahm er ein letztes Mal zwei Demos mit seinem alten Kumpel Kam Lee im heimatlichen Florida auf. Die erste Kassette erschien im März 1985 und hörte auf den Namen "Infernal Death". Ein gemeines Stück Musik, dass mit dem Titeltrack und 'Baptized In Blood' gleich zwei Titel vom Debüt-Langspieler enthält, die hier wieder in einer Ur-Form präsentiert werden. Sound-technisch hält es zwar nicht den Vergleich stand, aber kompositorisch ist man hier schon sehr nah an dem dran, was die meisten Leute von Chuck so kennen. 
Treibende Rhythmen und brutales Riffing stehen im Vordergrund. Einen eher unbekannten DEATH-Song gibt es aber auch zu hören. 'Archangel' ist zwar nach dieser Demo in der Versenkung verschwunden, ist aber damit erst recht eine Rarität, die ein weiterer Repräsentant der noisigen Death-Thrash-Frühphase ist.
Die andere und gleichzeitig letzte offizielle Demo, die zusammen mit Kam Lee
entstanden ist, war im Grunde eine schlichte Single. Der Titeltrack 'Rigor Mortis' ist lediglich in zwei Versionen vorhanden und wurde einmal etwas mehr beziehungsweise mal etwas weniger roh eingeprügelt. Der Song selbst ist in der ersten Fassung wirklich heftig. Die Vocals klingen seltsam verfremdet und hören sich fauchend bis kreischend an. So hat man DEATH noch nie gehört und sollte es auch danach nie wieder so hören. Die zweite Version des Songs, die als rauer daher kommt, ist dagegen etwas konventioneller und klingt so wie man es von DEATH bis dato gewöhnt war. Mit viel Experimentierfreudigkeit und leichtem Black-Metal-Einschlag ging so die Kollaboration zwischen Schuldiner und Lee zu Ende und Evil Chuck machte sich auf den Weg durch die Vereinigten Staaten. Am Ende dieser Reise stand er aber erst am Anfang seiner Karriere, die der extremen Szene einige Perlen bescheren sollte.

[Adrian]

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