Donnerstag, 22. Oktober 2015

Throwback Thursday: Profanal - Obscure Inifnity "United In Death"


Es ist Donnerstag und mal wieder Zeit für einen Blick zurück. Der heutige Throwback Thursday entführt uns fünf Jahre zurück, als die Westerwälder von OBSCURE INFINITY die erste Split-Single ihrer Karriere herausgebracht haben (inzwischen sind einige dazugekommen, unter anderem der ganz aktuelle "Sermon Of Ungodly Dreams" Zwölf-Zoller, auf der man sich die Rillen mit ARROGANZ, RECKLESS MANSLAUGHTER und LIFELESS teilt). Ebenfalls mit im Boot waren damals Die Südeuropäer von PROFANAL, eine italenische Todesbrigade aus der Toskana, die ebenfalls in diesem Jahr eine neue Split an den Start gebracht hat, bei der die Landsleute von INTO DARKNESS mitgewirkt haben. Nun aber noch einmal zurück in den Sommer 2011 als "United In Death" veröffentlicht wurde und zu einem Review, was aus heutiger Sicht etwas überholt wirkt, auch wenn es erst vier Jahre alt ist. Und auch wenn es vor zwei Jahren schon mal als "Revisited Review" hier hochgeladen wurde (wie ich gerade erst jetzt feststelle, während ich ein letztes Mal darüber lese - mir gehen langsam die Reviews aus, die ich noch nicht zweit-verwertet habe), stelle ich euch die Rezension ein weiteres Mal vor. Die Qualität der Scheibe macht es notwendig.
In Zeiten von iTunes und Jamba (Anmerkung der Redaktion: das war diese
Klingelton-Scheiße mit diesem Crazy Frog) ist es wirklich schön zu sehen, dass es noch Bands gibt, die das Präfix "Old-School" ernst nehmen. Vinyl hat einfach zuviel musikalische Geschichte geschrieben, um zu schnell ausgemustert zu werden. Es ist besonders erfreulich wenn man diese schwarze Scheiben auch noch mit so guter Musik füllt wie es PROFANAL und OBSCURE INFINITY tun. Mit 'Sign Of The Nightsky' (von der letztgenannten Kapelle) und 'Torment Of Saturn' (beigesteuert durch die italenischen Kollegen) erhält der interessierte Plattenkäufer zwei knallharte Todesblei-Granaten, die es in sich haben. Zum einen befindet sich auf der Scheibe mit 'Sign Of The Nightsky' ein Track mit stark-schwedischen Einflüssen und einem Gitarrensolo, das ich so virtuos im Death Metal seit 'Heartwork' von CARCASS nicht mehr gehört habe.

Dem gegenüber steht zum anderen eine rasant-gespielte, pechschwarze Abrissbirne, die weniger filigran daher kommt. PROFANALs 'Torment Of Saturn“ erinnert an südamerikanische Extrem-Metal-Großtaten und Frühwerke der Todesstahl-Ursuppe Floridas. Frontfrau Rosy growlt tief und apokalyptisch, so dass selbst der Grunz-Großmeister Kam Lee dagegen harmlos wirkt. 
"United In Death" bietet zehn Minuten deutsch-italienischen Death Metal, der die europäische Todesblei-Szene hoffentlich ein wenig aufrütteln wird. Nötig hätte sie es allemal (Anmerkung der Redaktion: welche Release-Flut aus diesem Sektor in den nächsten Jahren folgte dürfte jedem Leser bekannt sein).
Am 22.07.2011 erschien diese Split via Dark Descent Records.

8 von 10 Punkten

[Adrian]

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