Donnerstag, 13. August 2015

Tape gehört: Damage Source "Come Heresy"

DAMAGE SOURCE. Mir kam dieser Name gleich bekannt vor und tatsächlich habe ich vor zwei Jahren etwas über diese Kölner geschrieben. Damals im Rahmen des Event-Tipps für das Limburger Spring Attack. Damals fand ich folgende Worte: "Auch mit am Start sind DAMAGE SOURCE, die ebenfalls aus Köln stammen. Diese Jungs feuern einiges an Aggressivität ab und sind mit Abstand die härteste Truppe des Abends. Denn hier bewegen wir uns bereits in Death- und Black-Thrash-Gefilden. Bei dieser Truppe werden vor allem die Extreme-Metal-Fans auf ihre Kosten kommen. " Auch auf ihr aktuelles Tape "Come Hersey" trifft diese Beschreibung zu - auch wenn der Härtegrad weiter gestiegen ist.
Bei Metal Archives steht zwar als Genre noch Thrash Metal drin, dennoch lässt
sich eindeutig feststellen, dass die Nordrhein-Westfalen inzwischen am stärksten dem Death Metal verfallen sind (was auch die Eigenbeschreibung auf ihrer Facebook-Seite zum Ausdruck bringt) - auch wenn sie ähnlich wie MALEVOLENT CREATION ihr Klanggerüst auf einer thrashigen Basis aufgebaut haben. Ein guter Beweis dafür ist 'Streams Of Blood' (der wohl nur zufällig so heißt wie eine sehr fähige deutsche Black-Metal-Band). Instrumental gesehen haben wir es mit einem äußerst brachialen Thrasher zu tun, aber die Vocals screamen und growlen wie man es eher auf dem Old-School Death Metal her kennt (der passenderweise von Natur aus selbst einen hohen Anteil an Thrash Metal aufweist). So ist es auch kaum verwunderlich, dass die Songs eher in einem rasanten Tempo vorbeirauschen anstatt Zeit mit allzu doomigen Passagen zu vergeuden (obwohl sich in einem Lied wie 'Punishment In Lies' durchaus entschleunigte Passagen einfinden dürfen). Mein persönlicher Favorit ist aber der letzte Track 'Enlightment', der einen herrlichen Beat hat und vor seinem Aufbau her an REVEL IN FLESH erinnert (die ich, wie treue Leser wissen, besonders gerne höre).
Alles in allem gibt es hier gar nichts zu meckern. Der Rhythmus ist eingängig, die Gitarren sind technisch einwandfrei, ihre Melodien funktionieren, der Drumsound ist warm und dennoch brutal und Sänger Eric Plorator (auch bekannt durch SADISM UNBOUND) variiert sein Vocals mit einem Wechsel aus Shouts, Screams und Growls. Das alles ist noch ein wenig spektakulärer wenn man bedenkt, dass die Jungs dass alles im eigenen Proberaum aufgenommen haben. Es gibt also keinen Grund sich "Come Heresy" von DAMAGE SOURCE nicht ins Regal zu stellen, zumal es streng auf 100 Stück limitiert ist und die Aufmachung einfach hingebungsvoll ist.
Seit 21. Mai gibt es die Demo als Tape und als digitalen Download auf der Bandcamp-Seite der Kölner.

[Adrian] 

Keine Kommentare:

Kommentar posten