Mittwoch, 25. Februar 2015

Live-Review: Profet - CD Release Party "Torture Of Flesh"

Das Aglarond in Alsfeld ist eine der gemütlichsten Locations im Vogelsberg. Das Kellergewölbe in der malerischen Altstadt bietet heute die Kulisse für die Release-Show von "Torture Of Flesh" der hessischen Death-Thrasher von PROFET, die zwei Bands zur Unterstützung mit dabei haben. 
Denn Anfang von beiden Vorgruppen macht HONEY, I KILL YOU. Die modernen Deather wecken mit ihren schnellen Riffs und tiefen Growls jeden, der gegen kurz vor 22 Uhr bereits schwächelt.
Quelle: facebook.com/honeyikillyou
Der Rockkeller ist schon jetzt gut gefüllt und viele Besucher scheinen auch richtig Bock auf die Nordlichter zu haben, denn die Dichte an kreisenden Köpfen ist recht hoch. Bei tollen Eigenkompositionen wie 'Hypocrites' oder 'No Forgiveness' ist das aber auch nachvollziehbar. Die Lieder sind brutale Abrissbirnen, die dennoch schnell ins Ohr gehen. Erwartungsgemäß schlagen die Cover-Versionen von AMON AMARTHs 'Pursuit Of Vikings' und das abschließende 'Revenge Of The Zombie' von SIX FEET UNDER aber am  heftigsten ein. Insgesamt ein toller Start in den Abend mit einer Band, die nach dem Gig dazu neigt tief zu stapeln und die eigene Leistung kritisch zu bewerten. Gut unterhalten haben sie die Menge aber in jedem Fall. Mit solchen Auftritten werden sie ihren Namen auch über die Region Wilhelmshaven hinaus bekannt machen.
Danach kommt das Kollektiv von STRAIGHT FROM HELL auf die nicht
vorhandene Stage (gespielt wird in einer frei gemachten Ecke des Ladens). Die Jungs aus Fulda klingen zwar ähnlich heftig Wie der Opener, allerdings haben sie in ihrem Sound auch ein paar Core-Bezüge. Hervorstechendes Merkmal dieser Herren ist allerdings, die Power mit der sie musizieren. Allein wie es der Drummer Hi_Go konditionell durch hält, den ganzen Gig über denselben Power-Level zu halten, ist beachtlich. Optisch sticht bei dieser Truppe vor allem Gitarrist Addi hervor, der verkleidet als blutige Mumie alle Blicke auf sich zieht. Im Gegensatz zur ersten Bands gibt hier zwar keine Cover-Versionen, aber eigene Lieder wie 'Dreams' und 'Destroy' reißen die versammelte Meute dennoch ordentlich mit. Die Zuschauer sind sogar so begeistert, dass sie eine Zugabe fordern und diese mit 'Lord Of Suicide' auch gewährt bekommen. Danach ist dann aber auch wirklich Schluss und die meisten Besucher freuen sich auf den Main-Act.
Vor dem Rockkeller allerdings gibt es bevor Die Mittelhessen von PROFET anfangen können jedoch Stress. Ein Betrunkener wird erst aus dem Aglarond rausgeworfen, schlägt dann jemanden nieder, der ihn eigentlich nur beruhigen will und flieht dann torkelnd in die Nacht. Weit kommt er jedoch nicht, an der nicht weit entfernten Stadtschule legt sich der Angreifer nieder und versucht seinen Rausch auszuschlafen, er wird aber je gestört als die Polizei kommt um ihn einzusammeln. Der Niedergeschlagene scheint zum Glück (laut Aussagen anderer Besucher) auch nicht verletzt zu sein und so kann es weitergehen mit
Quelle: facebook.com/profetmetal
der CD Release Show. Innen währenddessen ist die Stimmung wesentlich angenehmer. Die Grünberger von PROFET legen einen umjubelten Gig auf die Bretter und mit viel Leidenschaft und Engagement zocken die Lokalhelden die komplette Tracklist ihres neuen Albums herunter, was von der vom vollgepackten Aglarond mit viel Bewegung und Begeisterung quittiert wird. Die neuen Tracks machen mächtig Laune und ein Track wie Disciple Of God' zeigt, dass die Hessen es sogar auf Lateinisch drauf haben. Fehler gibt es so gut wie keine, lediglich bei 'Press Til Death' verpatzt Gitarrist Martin lediglich den Anfang etwas, worauf Vokalist Steggard augenzwinkernd in seine Richtung fragt, wie denn der Song gleich noch mal ging. Solche Details machen die Band aber nur sympathischer und besonders gegen Ende des Sets holt die Kapelle mit 'Nature's Revenge' und 'Warbringer' die besonders schweren Geschütze heraus treibt die Stimmung auf ihren Höhepunkt.

Nachdem das neue Set durchgezockt ist, haben die feiernden Zuschauer aber immer noch nicht genug und erhalten eine Bonusrunde in Form von 'Black Widow', was den Auftritt letztlich abrundet.
Insgesamt ein mächtiger Abend, der rein musikalisch und von der Atmosphäre keine Beschwerden zulässt. Andere Vorfälle außerhalb der Show außen vor gelassen, haben alle Bands eine amtliche Leistung abgeliefert und wieder einmal für einen epischen Abend im Aglarond gesorgt. Danke dafür an alle Beteiligten!

[Adrian]

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