Freitag, 9. Mai 2014

CD-Review: High Spirits "Another Night"


Dieses Review kommt spät, viel zu spät. Ich weiß. Allerdings brennt es mir schon seit geraumer Zeit unter den Fingern. Die HIGH SPIRITS haben 2011 nämlich mit "Another Night" den Hardrock und Old-School Heavy Metal den Longplayer des Jahrzehnts abgeliefert!
Das nimmt zwar bereits das Fazit vorweg, aber in den letzten Jahren habe ich
keinen besseren Schwermetall-Longplayer als diese Scheibe in die Finger bekommen. Hier ist JEDER Song ein Highlight und ein verdammter Anspieltipp! Die doppelten Lead-Gitarren im Stile von IRON MAIDEN in Verbindung mit einer Stimme, die an Klaus Meine von den SCORPIONS erinnert, führen zu einem akuten O(h)rgasmus und lassen jedes Herz, das im Rhythmus der 80er schlägt, höher schlagen. Welchen Titel soll man hier hervorheben? Welches Solo soll man gesondert abfeiern? In welche Melodie soll man sich zuerst verlieben? Hier stimmt einfach alles. Der Titeltrack ist eine geradezu herrliche Hommage an 'Big City Lights' und auch im weiteren Verlauf wird man überhäuft mit starken Titeln der traditionellen Marke. 'Do You Remember' ist eine bitter-schöne Geschichte, die unheimlich intensiv vertont wurde, während 'Full Power' danach den Geist alter Hevy-Rock-Großtaten beschwört.




Ohne eine Verschnaufpause schafft es diese Scheibe immer geiler und geiler zu werden.'Demons At Your Door' kümmert sich um die inneren Dämonen des Drogenkonsums, während 'I'll Be Back' die Gitarren singen lässt und einem die (Freuden-)Tränen in die Augen treibt. Jedoch sollten sich Leute mit Herzschmerz ihre Salzlösung für das unheimlich energetische wie traurige 'You Make Love Impossible' aufsparen, das mit tollem Aufbau und ehrlicher Emotionalität punkten kann. Ebenso tiefsinnig fragt 'Where Did I Go Wrong' nach dem Sinn und liefert uns einen Titel, der so unheimlich catchy ist, dass man ihn auch noch am nächsten Tag mitsummen muss. Die beiden Schlusspunkte 'Nights In Black' und 'Going Up' könnten kaum unterschiedlicher sein, aber begeistern jeweils durch ihren einfühlsamen Text beziehungsweise durch einen treibenden Beat, der jeden Nacken zur Bewegung zwingt.


"Another Night" ist wie eingangs erwähnt das Old-School-Metal-Album dieser Dekade und zeigt wie gut man traditionellen Heavy Metal und Hardrock spielen kann ohne abzukupfern. Klar, hier und da hört man, wie bereits gesagt, IRON MAIDEN und die SCORPIONS raus, aber insgesamt beweisen die Amis Eigenständigkeit und legen einen individuellen Stil an den Tag. Ich für meinen Teil kann hier nicht anders als die Höchstnote zu zücken und mich vor den Söhnen Chicagos zu verbeugen.
Das Album wurde 2011 in Eigenregie veröffentlicht, aber es gibt auch einen Re-release durch die Perlentaucher von High Roller Records.

10 von 10 Punkten

[Adrian]

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