Samstag, 8. Februar 2014

CD-Review: Amok "Somewhere In The West"


Das Thrash-Revival mag abgeflaut sein, aber tot ist es noch nicht. Das beweisen AMOK mit "Somewhere In The West" . Anders als GAMA BOMB oder BONDED BY BLOOD klingen sie nicht zu 200 Prozent nach einer 80s-Band, aber die Schotten (echt jetzt? Es gibt doch noch mehr als zwei Thrash-Bands auf der Insel?) wissen trotzdem genau wie man den Old-School-Spirit richtig transportiert.
Bei den Jungs hat das Gefühl, dass sie vor allem von den 2000ern Werken von
Bands wie ANTHRAX oder DEATH ANGEL beeinflusst wurden (also kein Neo-Thrash. Das merkt man vor allem an 'Creature Of Habit', dass zwar roh und brutal-thrashend daher kommt, aber auch ein großen Teil an Heavy-Metal-Melodien in sich birgt. Mehr als einmal wird man Sängerlegende John Bush erinnert. Gerade die Art und Weise wie Refrains gesungen werden, haben viel von ARMORED SAINT und auch die Vocals erinnern an den bekannten Nordamerikaner. 'Uprise' oder auch das fulminante 'Lawbreaker' haben eine große Schnittmenge mit den genannten Referenzen. Ein echtes Highlight ist aber vor allem 'Cover Your Tracks', das mit seinem einprägsamen Chorus das Potenzial zur Live-Granate hat. Hier machen vor allem die singenden Gitarren Spaß,die sich dezent im Hintergrund halten, während die Rhythmusabteilung ein echtes Gewitter herunter zockt.



Ich muss ehrlich zugeben, dass ich AMOK nicht auf dem Schirm hatte und mich vor dem Hören ernsthaft fragte was man von einer Band mit einem dermaßen plakativen Namen erwarten könne (immerhin gibt es elf Bands bei Metal Archives mit diesem Namen). Aber nach ein paar Durchläufen bin ich absolut von "Somehere In The West" überzeugt. Die ANTHRAX-Schlagseite ist einfach herrlich und etwas was man auch nicht ständig hört, vor allem nicht im Vereinigten Königreich. Ich lege diese Platte jedem ans Herzen, der Thrash Metal der alten Schule liebt und lebt. Thrash 'til Death!

9 von 10 Punkten

[Adrian]

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