Donnerstag, 24. Oktober 2013

CD-Review: Testament "Dark Roots Of Earth"

Warum habe ich bisher eigentlich noch kein Review zu TESTAMENT hier gepostet? Immerhin ist ihr letzter  Longplayer "Dark Roots OfEarth" ein echter Megahit geworden und war unbestritten mein Thrash-Album des  Jahres 2012! Unerklärlich, dass ich da meinen Senf noch nicht hinzugegeben habe. Deswegen ist es nur  logisch, dass an dieser Stelle nachzuholen.

die Legenden aus der Bay-Area wissen einfach wie man Metal spielen muss.
Die Riffs sitzen alle  ausnahmslos und das Organ von Fronter Chuck Billy passt einfach perfekt zu den sozialkritischen und  politischen Texten, die mit der amerikanischen Gesellschaft hart ins Gericht gehen. So wird direkt im  ersten Song 'Rise Up' zum Widerstand aufgerufen und der stampfende Beat ermutigt tatsächlich die Faust  in den Himmel zu recken und eine Revolution zu starten. Der nächste Knaller kommt aber schon auf der zwei mit 'Native Blood', zu dem es ja auch ein wunderbares Video gibt, das sich mit dem Rassismus  gegenüber Ureinwohnern in den USA beschäftigt. Highlight in diesem Song ist definitiv der mitreißende  Chorus, der vor allem gegen Ende so richtig an Fahrt gewinnt. Das hohe Niveau wird auch im Folgenden  gehalten. Der Titeltrack, 'True American Hate' und auch 'A Day In The Death' gehen runter wie Öl  und leben vor allem von den intelligenten Texten. Für das nötige Gefühl sorgt im Anschluss die (Power)Ballade 'Cold Embrace', die so schöngeistig wie auch  kraftvoll eine unheimlich dichte Atmosphäre erzeugt und ein sehr hohes Replay-Value hat.

 Allerdings ist es eher die Ausnahme, dass die Männer von der Westküste mal einen Gang rausnehmen. 'Man Kills Mankind'  ist ein starker Heavy-Metal-Song, der mit verdammt großartigen Gitarren das Höschen des Hörers feucht werden  lässt. Mit 'Last Stand For Independence' bietet man dann sogar noch einen Killer-Rauswerfer, der umgehend dazu  veranlasst das Album ein weiteres Mal durchzuhören. Denn hier wird die Skip-Taste völlig überflüssig.  Alle Lieder überzeugen mit tollen Melodien, überzeugenden Riffs, einer perfekten Balance aus Heavy und  Thrash Metal und der ausdruckstarken Stimme des Urgesteins Chuck Billy. Wer hier etwas auszusetzen hat,  hat keinen Geschmack wenn es um Thrash geht. "Dark Roots Of Earth" ist ein perfektes Album und das kann  ich ganz unbeschwert sagen. Denn seit über einem Jahr hab ich es auf meinem Mp3-Player und höre es fast  täglich seitdem. Die Songs werden einfach nicht langweilig und wachsen mit jedem Durchlauf. Mehr geht  einfach nicht. Deswegen gibt es hier keine Alternative zur Höchstnote und einem Kniefall vor den vier  Kaliforniern.

10 von 10 Punkten

[Adrian]

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