Freitag, 27. September 2013

Song(s) Of The Day: Death In June Tributes



Heute mal wieder ein Beitrag aus der Kategorie Song Of The Day oder besser gesagt Songs Of The Day. Denn nachdem wir zuletzt DEATH IN JUNE im Review hatten. Bleiben wir heute bei der britischen Band und stellen gleich drei Gruppen vor, die sich daran versucht haben Di6-Songs zu covern. Wer immer noch nicht genau weiß wer DEATH IN JUNE eigentlich ist, sollte sich vorher noch einmal den letzten Beitrag zum Thema durchlesen. 







Mir bisher ziemlich unbekannt aber eigentlich ziemlich außergewöhnlich ist die österreichische Band CADAVEROUS CONDITION. Denn sie mischen Neofolk mit Death Metal. Auf den ersten Blick können zwei Musikstile nicht weiter auseinander gehen (inhaltlich wie musikalisch), aber ihre Version von dem ersten großen Hit von Douglas Pearce 'Heaven Street' geht erstaunlich gut runter und überzeugt durch eine außergewöhnlich gute Übersetzung in einen Extreme Metal Kontext.
  
Dass vornehmlich Bass-Drum-lastige Schlagzeug passt sich wunderbar dem Stil von Di6 an und auch die Riffs sind einerseits dunkel und typisch todesmetallisch aber auf der anderen Seite reduziert genug um den Original-Song gerecht zu werden. So hat man die Songs von Douglas Pearce sicherlich selten gehört.
Ebenfalls eine interessante Genre-Mischung hat die Band DEATH WOLF aus Schweden zu bieten. Die Skandinavier mixen einfach mal Horropunk mit schwarzmetallischen Elementen, was besonders stimmlich einen interessanten
   
Cocktail ergibt. Auf ihrem aktuellen Album "II : Black Armoured Death", das diesen Februar bei Century Media erschienen ist, hat die Norrköpinger Bande 'Little Black Angel' durch die Mangel gedreht und eine sehr interessante Version gezaubert, die aber immer noch die Stimmung des Originals durchblicken lässt, wobei die Stimme von Fronter Maelstrom das Lied plötzlich viel psychotischer klingen lässt als es eigentlich ist.

Stilistisch wesentlich konservativer sind die Italiener von LABYRINTHUS NOCTIS. Ihr Sound ist als doomiger Gothic Metal zu beschreiben und da passt es ja wunderbar wenn man sich DEATH IN JUNE vorknöpft, die ja ebenfalls sehr melancholisch und depressiv sein können wenn sie wollen.  
Wer nun aber bei den Begriffen Italien und Gothic Metal unwillkürlich an die Kollegen von LACUNA COIL denkt ist definitiv schief gewickelt! Ihre Version von 'She Said Destroy' (zu finden auf dem Album "Dunnos") ist sehr abwechslungsreich. Denn auch wenn hier sowohl Männer als auch Frauengesang zum Einsatz kommen, bewegen sich die Vocals nicht selten am Rande des Wahnsinns. Musikalisch holt es den Song aus seiner 80er-Jahre-Comfort-Zone heraus und hüllt in ein modern-gotisches Gewand. Auch hier macht der Gesang wie auch schon bei DEATH WOLF den Song irgendwie (geistes)kranker als er im Original ist.

Bevor jetzt gemeckert wird, noch ein paar Worte zum Schluss. Ich weiß was jetzt der eine oder andere denkt. Kein NACHTMYSTIUM? Kein LEVIATHAN? Hab ich sie noch alle? Allerdings ist das Absicht. Man kann das etwas umfangreichere Thema Black Metal und DEATH IN JUNE in einem eigenen Artikel behandeln und zum anderen wollte ich euch hier und heute drei Cover zeigen, die ihr mit Sicherheit noch nicht kanntet. Falls ihr übrigens auch noch Coverversionen von DEATH IN JUNE kennt, die hier unbedingt noch ergänzt werden müssen, dürft ihr diese gerne mitteilen, ich selbst freue mich auch immer wieder neue Tributversionen zu Di6 kennenzulernen. Eine Playlist mit den Originalversionen gibt es übrigens hier.

[Adrian]

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