Dienstag, 19. März 2013

Song Of The Day: Tankard 'The Beauty And The Beast'


Beim heutigen Song Of The Day werden sich Leser, die mich näher kennen, weniger über die Band dafür umso mehr über den Track wundern. Denn obwohl TANKARD unbestritten zu meinen absoluten Lieblingsbands zählen und auch generell viele Fans hat, ist der 2006er Release "The Beauty And The Beer" für viele Thrasher nicht gerade ein Meilenstein der Band-Diskographie.
Allerdings war es insbesondere das Video zum Quasi-Titeltrack 'The Beauty And The Beast', das mich sowohl auf die Band aufmerksam als auch zum Fan ihrer Musik gemacht hat. 
Zu verdanken, dass ich diesen Clip überhaupt entdeckt habe, ist es der großartigen DVD-Serie Rock Guerillia TV des Rock Hard Magazines, die TANKARD-Fronter Gerre und Ex-SODOM-Drummer Bobby seit Jahren moderieren. Inzwischen schaue ich mir die beigelegten DVDs zwar aus Zeitmangel nicht mehr komplett an, aber gerade die ersten Editionen habe ich aufmerksam studiert und so manchen Schatz für mich dort entdeckt. Einer dieser Schätze war TANKARD. Eigentlich eine Schande, dass ich als Hesse jahrelang diese lokale Institution übersehen habe und mein Augenmerk in Sachen Thrash ausschliesslich auf Amerika und den Ruhrpott beschränkt hatte. Denn der Witz und der Charme der Band, die besonders gut im Clip zum thematisierten Song zum Ausdruck kommen, sind einfach unwiderstehlich. Gerre und seine Kollegen fallen in dem Video nämlich durch eine männerlose Kneipe, die voller Frauen ist und spielen sich die Hacken ab. Jedoch schenken ihnen die Statistinnen auch nach engagierten Annährungsversuchen kaum einen Blick, was Gerre fast zur Verzweifelung bringt. 
So spielt dann auch der zweite Teil der Handlung in einem Nachtclub im dem die Hessen mit Sonnenbrillen, Bademantel und stilechter Zigarre die Sau rauslassen (ansehliches Go-Go-Girl inklusive). Musikalisch ist der Track einer der härteren TANKARD-Titel und haut mit ratternden Riffs ganz schön auf die Kacke. Insgesamt ein wirklich fetter Kracher, der vielleicht auch durch die Stärke des TANKARD'schen Backkatalogs etwas untergegangen ist. Was hier aber nicht untergehen soll (hö, hö), ist die Tatsache, dass sich die Bandmitglieder stets Zeit für ihre Fans nehmen und immer Zeit für einen kleinen Plausch beziehungsweise Umtrunk haben. Dass die Thrash-Veteranen bereits seit 30 Jahren eine Macht auf der Bühne sind, muss da eigentlich schon gar nicht mehr hervorgehoben werden. Neueinsteiger empfehle ich deswegen auch eine der lohenswerten Live-DVDs, die es von der Kapelle gibt, denn hier stimmt nicht nur die Songauswahl sondern auch das unterhaltsame Backstage-Material. Kurzum, TANKARD sind für mich die Definition des Thrash-Lebensgefühl. Punkt!

[Adrian]

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