Freitag, 24. Mai 2019

CD-Review: Bloodjob "Sick Concept Humanity"

Es wirklich erst das Debütalbum? Tatsächlich auch wenn es die mittelhessische Brutal-Death-Combo BLOODJOB bereits zwölf Jahre gibt, hat man bisher nur Demos veröffentlicht. "Sick Concept Humanity" ist die erste Full-Length der Gießener und da wollen wir jetzt auch umso dringender wissen wie es klingt. 
Misanthropische Sprüche und Folter-Samples sind klassische Stil-Elemente, um menschenverachtende Untergrundmusik gebührend einzuleiten und diese Tradition wird auch von BLOODJOB hochgehalten. Ebenfalls relativ klassisch sind die Song-Längen. Die elf Lieder der Platte dauern insgesamt 33 Minuten und damit ist jeder Track im Schnitt etwa drei Minuten lang. Allerdings langweilen mich die
Tracks auf Dauer nicht, wie es leider bei vielen anderen Brutalisten der Fall ist. Was ist der Unterschied? BLOODJOB mischen immer wieder andere Facetten in ihren Sound ein wie Deathgrind á la MISERY INDEX oder klassische Riff-Reißwölfe, die mich an CANNIBAL CORPSE erinnern. Ab und zu kann man auch ein paar angeschwärzte Sprenkler entdecken, aber vorrangig bewegt sich dieser Dreher im Dunstkreis von Ikonen wie SUFFOCATION und DEVOURMENT. Besonders bestialisch sind dabei auch die Grunzer von Sascha, der lange Zeit für mich nicht das selbe Format hatte wie sein Vorgänger Andre, aber inzwischen und besonders hier wirkt sein Organ mächtig und voluminös genug um den Posten am Mikro ordentlich auszufüllen.

Insgesamt kann man nichts schlechtes über "Sick Concept Humanity" sagen. BLOODJOB ist we eine Brutal Death Band, mit der auch ich klar kommen kann, auch wenn Old-School Death Metal eher mein Ding ist. Wer jedoch ohnehin sehr affin für Todesstahl dieser Färbung ist, der sollte diesen Release nicht verpassen, der definitiv auch mit den internationalen Top-Bands dieser Prägung mithalten kann. Aufgenommen wurde dieser Dreher übrigens nur mit einem Session Drummer, wenn ihr also Schlagzeuger seid und Bock habt bei BLOODJOB einzusteigen, meldet euch einfach direkt bei der hessischen Kapelle.
Seit 12.04.2019 gibt es das Album auch über Bandcamp zu erwerben.

8 von 10 Punkten

[Adrian]

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