Freitag, 22. März 2019

Reingehört: Steingrab "Manifestierte Alpträume"

Jetzt gibt es STEINGRAB tatsächlich auch schon über zehn Jahre! Aber wie feiert man solche Jubiläen am Besten? Mit einem ordentlichen Release lautet die richtige Antwort! "Manifestierte Alpträume" ist aber kein neues Album, sondern repräsentiert das letzte Live-Set des Südhessen (STEINGRAB ist ja aufnahmetechnisch ein Solo-Projekt) und ist den Live-Musikern gewidmet, mit denen Projektgründer Mahr 2018 die Bühne geteilt hat.
Wer STEINGRAB kennt der wird mit dem Sound-Material vertraut sein.
Die Tracklist rekrutiert sich aus ausgewählten Liedern der ersten drei Alben der Truppe. Allerdings wurde sich die Mühe gemacht alles noch einmal neu einzuspielen. Eigentlich eine Todsünde im Extreme Metal, aber in diesem Fall sehr sinnvoll. Denn so wirkt die Atmosphäre und der Sound homogener. Das geht sogar soweit, dass ich glaube, dass ein außenstehender, der nichts von dem Best-Of-Konzept wüsste, diesen Dreher für ein reguläres Studiowerk halten würde. Besonders gut gelungen ist die Vermischung von opulenter Theatralik, emotionaler Dramatik und musikalischer Härte. Wer die ganz alten DORNENREICH Alben im Hinterkopf hat, wird wissen was ich meine. Man braucht allerdings in jedem Fall offene Ohren, wenn man mit STEINGRAB Spaß haben will.  Der Black Metal an sich kommt zwar in keinem Titel zu kurz, aber melodisch melancholische Ausflüge gehören hier immer wieder zum guten Ton. Im Gegensatz zu irgendwelchen Gothic-Dark-Metallern, kann man diesen Mix jedoch durchaus Ernst nehmen und sollte ihn sich ironiefrei anhören.
Das Fazit ist so auch schnell gefunden. Ihr mögt STEINGRAB? Dann holt euch das Teil auf jeden Fall, denn die Neueinspielungen geben dem bekannten Tracks einen neuen Dreh. Solltet die Band nicht kennen, solltet ihr euch  "Manifestierte Alpträume" ebenfalls zulegen, denn es ist der beste Weg in diese Kapelle einzusteigen und kostet mit drei Euro online so gut wie nichts.
Ab 27.03.2019 erblickt die Scheibe das Licht der Welt und kann bereits jetzt auf Bandcamp vorbestellt werden.

[Adrian]

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