Sonntag, 7. Oktober 2018

Live-Review: Thrashers Delight im Alte Piesel Dirlos mit Onslaught, Accu§er und Burden Of Grief

Die Hallenkonzertsaison hat mit dem Oktober wieder Einzug gehalten. Wir haben die Gelegenheit umgehend genutzt und sind in das kleine Dirlos bei Fulda gefahren, um uns das Thrashers Delight zu geben. In der Kultkneipe "Alte Piesel" haben sich ONSLAUGHT, ACCU§ER und BURDEN OF GRIEF für schlappe zehn Euro die Ehre gegeben und den Laden amtlich zerlegt.

Nach einer Stunde Fahrt über die Landstraßen und Dörfer Oberhessens haben
Burden Of Grief (Foto: Adrian)
wir das beschauliche Dirlos erreicht. Die Alte Piesel, der Ort des heutigen Konzertreigens, ist eine Location, die normalerweise von Cover-Bands genutzt wird. An diesem Freitag allerdings wird es zum Schauplatz für das Thrashers Delight. Gleich die erste Band BURDEN OF GRIEF gibt mächtig Gas und drückt das Gaspedal mit einer ordentlichen Portion Melodic Death Metal richtig durch. Die Kasseler machen seit mehr als 20 Jahren gemeinsam Musik und sind heute richtig gut aufgelegt. Wer EDGE OF SANITY oder AT THE GATES mag, ist hier bestens aufgehoben. 

Accu§er (Foto: Adrian)
Die Thrash-Keule schwingen im Anschluss die Siegener von ACCU§ER, die es auch schon eine ganze Weile gibt und die einen fetten Katalog an Song-Material haben, mit dem sie der Menge heftig einheizen. Trotz anfänglicher Sound-Probleme können sich die Nordrhein-Westfalen nicht über mangelnden Zuspruch beschweren und bereiten die Zuschauerschaft gebührend auf das vor, was sie noch erwarten soll.

Onslaught (Foto: Adrian)
Denn mit ONSLAUGHT kann der Veranstalter eine der dienstältesten Thrash-Bands Englands präsentieren. Die Briten haben vor über 35 Jahren als HC-Punks angefangen und sind seit 2004 wieder stärker denn je zurück auf den Bühnen der Metal-Welt. Ihr Gig heute fällt auf fruchtbaren Boden und wird von den anwesenden Metallern heftigst abgefeiert. Mosh- und Cirle-Pits prägen das Bild des Auftritts und machen auch den Gästen von der Insel ordentlich Spaß.
Alles in allem ist das ein Konzertabend, der allen Beteiligten noch lange in guter Erinnerung bleiben wird und gleichzeitig ist es eine würdige Zelebrierung des 50. Geburtstags des Mitveranstalters Jan. Dass die Erlöse der Eintrittsgelder an die Kinder- und Jugendhospiz Hünfeld weitergeleitet werden, ist außerdem eine schöne Tatsache, die ruhig Schule machen darf. Kurzum, das ist der perfekte Auftakt für ein paar spannende Indoor-Monate.

[Adrian]

Keine Kommentare:

Kommentar posten