Sonntag, 12. August 2018

Live-Review: Party.San Open Air 2018 (Prolog)

Wir haben die diesjährige Auflage des Party.San Open Air gut überstanden und haben es zwischenzeitlich wieder nach Hause geschafft. Wie in jedem Jahr, wollen wir euch direkt nach dem Festival eine erste Impression vom Schlotheimer Schlachtfest liefern, solange die Eindrücke noch frisch sind. 
Es waren vier anstrengende Tage (wir sind bereits am Mittwoch angereist und haben uns bereits an Tag Null am Cuba Libré ordentlich ins Zeug gelegt). Mit Live-Musik ging es dann Donnerstag bis Samstag weiter und das Billing war randvoll gepackt mit Kapellen, die ich nicht verpassen wollte. Allein am
Donnerstag gab es mit EMPEROR und MASTER'S HAMMER zwei der dickesten Fische im Party.San-Bandpool. Allerdings war am ersten Tag ein heftiger Sturm verbunden mit einer gewaltigen Staubwolke, die über das Gelände gewalzt ist,
Dead Congregation (Foto: Adrian)
Gesprächsthema Nummer Eins. Viele Zelte, Pavillons und auch Verkaufsstände wurden völlig zerlegt und das Festival musste zeitweise unterbrochen werden. Allerdings musste - abseits des unfertigen DEAD CONGREGATION Gigs - keine Band  ausfallen. Es wurde lediglich insgesamt alles etwas später und die beiden Headliner mussten die Slots tauschen. Die beiden anderen Tage verliefen deutlich planmäßiger. Das Wetter blieb zwar launisch (von Sonne satt bis eisige Kälte in der Nacht war alles dabei), aber auf beiden Bühnen blieb es spannend. Auch auf der Zeltbühne gab es echte Perlen wie die Ägyter von CRESCENT, die sich die zahlreichen Zuschauer nicht nur durch den Exoten-Bonus verdienten, oder BLOOD INCANTATION, die im Death-Metal-Untergrund für viele Jünger eine kleine Ikone sind. Mein Highlight im Tent war dann aber am Samstag POSSESSION - Weihrauch, Kerzen und düsterer Blackened Death Metal
The Black Dahlia Murder
(Foto: Adrian)
vom Feinsten! Auf der großen Bühne haben mich vor allem einmal mehr UNLEASHED vollends überzeugt. Im Grunde haben sie zwar nichts anderes gemacht als sonst auch, da ich aber Johnny Hedlund  lange nicht mehr live erlebt hatte, haben mich die alten Gassenhauer zu 100% begeistert. Dasselbe gilt für TANKARD - schon zig Mal gesehen, aber immer wieder ein Vergnügen. Eine echte Überraschung waren wiederum die Amis von THE BLACK DAHLIA MURDER, denen ich nicht zugetraut hatte so gut in Obermehler zu funktionieren. Einen ähnlichen Effekt konnten VENOM oder WATAIN bei mir persönlich nicht erzielen. Während die Schweden an sich sehr gut gespielt haben und ich selbst ein wenig übersättigt von Ihnen bin, um vollends mitgerissen zu werden,  spielten die altehrwürdigen Briten eine schreckliche Setlist, die legendäre Songs zu früh verheizt und zu lange Durststrecken mit Füllmaterial runterjubelt hat. 
Alle Details folgen aber in den nächsten Wochen in unseren ausführlichen Tagesberichten und einem Festivalfilm. Da erzählen wir euch auch wen wir alles getroffen haben, wie das Grindcore-Frühstück verlaufen ist und was es abseits davon für Anekdoten gegeben hat. Wir bedanken uns allerdings bereits jetzt bei allen Bands, Crew-Mitgliedern, Organisatoren, Helfern, Händlern, Kollegen und Gästen für einige tolle Tage in Schlotheim. Das Party.San Open Air ist und bleibt das beste Extreme-Metal-Festival in Deutschland. Punkt!

[Adrian]

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