Samstag, 24. Juni 2017

Reingehört: Sinister "Gods Of The Abyss"

Es gab mal eine Zeit, in der hatten sich die Niederländer von SINISTER aufgelöst und Sänger Aad sowie Gitarrist und Basser Alex Paul versuchten unter dem Banner NO FACE SLAVE eine neue Band aufzubauen. Bevor diese allerdings etwas veröffentlichen konnte, wurde kurzerhand SINISTER aus der Rente zurückgeholt und das Reunionalbum "Afterburner" auf die Welt losgelassen. Die Grundlage dafür bildete das Material, das Aad und Alex zuvor geschrieben hatten. Vier NO-FACE-SLAVE-Songs, die später von SINISTER adaptiert werden sollten und nun in ihrer rohen Ursprungsform von Vic Records unter dem Namen "Gods Of The Abyss" auf den Markt gebracht werden.  

"Wer braucht diese Veröffentlichung?", werden sich nun bestimmt einige von euch fragen, immerhin befinden sich auf diesem Dreher keine verschollenen
SINISTER-Titel, sondern lediglich vier Lieder, die es später auch auf das fertige "Afterburner"-Album geschafft haben. Wieso also sich diesen Release kaufen und bekannte Tracks in schlechterer Demo-Qualität hören? Um ehrlich zu sein, ist das eine berechtigte Frage. Denn an die fette Produktion vom 2006er Album kommt diese Scheibe zu keinem Zeitpunkt heran. Allerdings werden genau solche Demo-Aufnahmen auch zu anderen Old-School-Bands wie DEATH oder CELTIC FROST angeboten und von Sammlern leidenschaftlich gekauft. Wer also ein echter Die-Hard-Fan von SINISTER ist, der wird sich auch "Gods Of The Abyss" ins Regal stellen wollen. Nicht zuletzt ist die Scheibe auch deswegen für treue Anhänger interessant, weil der Release viele alte Fotos sowie Interviews mit Gründungsmitglied Aad Kloosterwaard und Metaljournalist sowie OFFICIUM-TRISTE-Vokalist Pim Blankenstein enthält (aus Gründen, die sich mir nicht sofort erschließen wollen).
Insgesamt ist "Gods Of The Abyss" ein historisches Dokument, das einerseits überliefert wie es zur Reunion von SINISTER gekommen ist und andererseits aufzeigt, wie die das Material von "Afterburner" entstanden ist. 

Aus musikalischer Sicht hingegen ist es verzichtbar und enthält kein bis dato völlig unbekanntes Material bereit.  Wem es nur um die Musik geht, der sollte sich lieber das genannte Album von 2006 holen. Allessammler können sich hingegen seit dem 23.06.2017 den Dreher bei Vic Records abholen.

[Adrian] 

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