Donnerstag, 24. Dezember 2015

Throwback-Thursday: Death "Symbolic"

Frohe Weihnachten! An diesem besonderen Donnerstag widmen wir uns einem ganz besonderen Album von Chuck Schuldiner und DEATH. Es ist das wohl beliebteste und gleichzeitig massentauglichste Werk der Amerikaner und hört auf den Namen "Symbolic". In diesem Jahr hat auch dieser Opus es geschafft seinen 20. Geburtstag zu feiern und wie alle anderen Werke der Band nichts von seinem Glanz zu verlieren. Also hier noch einmal unser Review aus 2011.,
Eine alte Volksweisheit besagt: Man soll aufhören wenn es am schönsten ist. Das dachte sich wohl auch Chuck Schuldiner nach den Aufnahmen zu "Symbolic", den diese Scheibe war Mitte der Neunziger erst einmal das letzte Lebenszeichen der Death-Metal-Legende. Dafür war die CD ein ziemlicher Hammer mit der Schuldiner diese längere Pause begonnen hatte. Denn "Symbolic" vereint auf perfektionierte Art und Weise Eingängigkeit mit Progressivität.
Vom Personal her, hatte der damals 28-Jährige wieder einmal das richtige Gespür und holte sich mit Klampfer Bobby Koelble, der ein alter Schulfreund war, und Kelly Conlon, der später bei MONSTROSITY anheuern sollte, wieder zwei technisch versierte Jungs ins Boot.

Die neun Tracks sind diesmal etwas länger als noch beim Vorgänger "Individual Thought Patterns", aber bewegen sich noch immer in einem erträglichen Rahmen. Einzig 'Perennial Quest' ist mit über acht Minuten etwas lang geworden. Trotzdem sind Durchhänger eher die Ausnahme. Die Regel sind überlebensgroße Hits, die auch noch 16 Jahre später großartig und gewaltig sind. Ich sage nur: "Inside crystal mountain, Evil takes its form" und es ist klar was ich meine. 'Crystal Mountain', 'Empty Words', 'Zero Tolerance' und Co sind textlich einfach genial, musikalisch einzigartig und so atmosphärisch, das man immer und überall von ihnen erfasst wird. Man braucht nicht die Rollläden herunterzulassen oder Kerzen anzuzünden, um dieses Album zu genießen. Die Musik von Evil Chuck schafft das auch ganz alleine. Denn er überlässt nichts dem Zufall. Sei es eine unverzerrte Gitarre, die auf einmal zu hören ist, oder ein ausgeflipptes Solo, das überraschend auftaucht, jedes Element hat seine Daseinsberechtigung und erfüllt einen Zweck.
Die Songs sind in sich stimmig, logisch und animieren zum mitsingen, wie zum Beispiel die göttliche Hymne 'Without Judgement'. Sollte jemand wegen den massiven Lobeshymnen auf die Idee gekommen sein, ich übertreibe, dann verweise ich diesen an Last.fm. Denn auf der Künstlerseite von DEATH sind die ersten sieben Songs von 'Symbolic' in den Top-15 der beliebtesten Lieder der Band, womit die Frage nach dem populärsten DEATH-Album einfach beantwortet werden kann. 

Eigentlich ist "Symbolic" ein guter Schlusspunkt, den nur wenige Künstler so setzen (für gewöhnlich machen Musiker ja so lange weiter bis man sie von der Bühne schieben muss). Bekannt ist aber auch, dass "Symbolic" nicht das letzte Album der Diskographie gewesen ist und 1998 noch eine allerletzte Scheibe erschienen ist, die den Klang der Beharrlichkeit eingefangen hat. Dazu aber an anderer Stelle mehr.

[Adrian]

Keine Kommentare:

Kommentar posten