Donnerstag, 26. November 2015

Throwback Thursday: Death "Scream Bloody Gore"

Noch ist Donnerstag und passend dazu geht unsere Throwback-Thursday-Reihe zu Chuck Schuldiner und DEATH in die nächste Runde. Die Demos lassen wir hinter uns und erreichen nun endlich die Alben-Phase, die uns haufenweise Besetzungswechsel und ebenso viele Stilwechsel bescheren wird. Beim Debüt "Scream Bloody Gore" blieb man aber noch bodenständig und agierte souverän als Duo. 
Bereits im letzten Jahr gab es ein Review zum diesem Klassiker im Rahmen
von unserem Adventskalender. Deswegen war eigentlich geplant dieses Werk auszulassen und anderen unbekannteren Werken mehr Platz einzuräumen. Allerdings wird zum einen nicht jeder letztes Jahr schon regelmäßig unser Magazin gelesen haben und zum anderen beleuchten wird Schuldiners Scheiben dieses Jahr unter einem anderen Blickwinkel. Die Relevanz dieses Debütalbums ist außerdem so groß, dass man es nicht übergehen kann. Dies ist schon daran zu erkennen, das die meisten DEATH-Demos vor 1987 Lieder enthalten, die in ähnlicher und fast unveränderter Form auf dieser Platte zu finden sind. Allerdings hat die Zusammenarbeit von Chris Reifert und Chuck Schuldiner, dem ganzen Schaffen einen anderen Ansatz verliehen. In Verbindung mit dem Horror-Freak Kam Lee waren Texte und Songs noch sehr viel düsterer, blutrünstiger und erinnerten mehr an HELLHAMMER und VENOM.
Dieses Album war heiß erwartet und enttäuschte wohl kaum jemanden, der bereits die Demoaufnahmen kannte. SLAYER waren vom Thron gestoßen. Der Metal wurde mit diesem Werk auf eine neue Stufe gestellt und markierte zusammen mit POSSESSED und MORBID ANGEL den Beginn einer neuen Bewegung. 

"Scream Bloody Gore" ist tief verwurzelt im extremen Thrash Metal der 80er Jahre und gibt gleichzeitig einen Ausblick auf das, was Anfang der Neunziger als Death Metal bekannt werden sollte. Aber auch fast 25 Jahre nach seinem erscheinen sind Titel wie 'Evil Dead', 'Zombie Ritual' und 'Baptized In Blood' unvergessene Klassiker, die in Metal-Kneipen und -Discos immer wieder zu hören sind und auch genauso gerne von andere Todesblei-Kapellen gecovert werden.
Jeder, der sich selbst als Death-Metalhead bezeichnet und dieses Album nicht kennt, soll seine Kutte umgehend bei der Szenepolizei abgeben oder beim Plattendealer seines Vertrauens nach diesem Klassiker fragen.

[Adrian]

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