Donnerstag, 7. Mai 2015

Throwback Thursday: Agalloch "Marrow Of The Spirit"

Dieses Jahr feiern die amerikanischen Black-Metal-Pioniere von AGALLOCH ihren 20. Geburtstag und auch wenn man die Genre-Grenzgänger nicht mag, muss man sie für ihre Verdienste in den Bereichen Post Metal und die amerikanische Szene an sich. Deswegen haben wir ein altes Review von Kollege Andreas aus dem Archiv geholt, es stilistisch aufgehübscht und erinnern an die tolle 2010er LP "Marrow Of The Spirit".
Ich denke man muss AGALLOCH nicht weiter vorstellen. Die Band aus den USA
hat bereits einen recht hohes Ansehen in der Black-Metal-Szene erhalten und das trotz der recht geringen Schwarzmetallanteile. Die Mitglieder um John Haughm legen inzwischen ihr viertes Studioalbum "Marrow Of The Spirit" vor. Nach der zuletzt starken Veröffentlichung von "Ashes Against The Grain" konnte man gespannt sein, ob AGALLOCH das Zeug dazu hat dieses Niveau zu halten.
Das Album beginnt mit dem Song 'They Escaped The Weight Of Darkness', der von Naturgeräuschen dominiert und von einem Cello begleitet wird.  Mit deutlichem Black Metal und Post-Rock-Anteil folgt 'Into The Painted Grey', mit spannungsaufbauenden Breaks und düsterer Untermalung. Etwas melancholischer und mitreißender kommt 'The Watcher's Monolith' daher. Dort werden auch die typischen und von AGALLOCH hin und wieder bekannten Clean-Vocals eingesetzt. Des Weiteren merkt man dort, dass die Amis viel Wert auf ihre Gitarrenarbeit legen und diese gekonnt ausüben. Mit einem Klavier-Part kommt dieser Song zum Ende. 'Black Lake Nidstan' beginnt mit einem stetig steigender Ambient-Anteil und geht daraufhin ins Instrumentale über. Gefolgt von verzweifelten Vocals verfällt man nun wieder in einen leicht ambienten Abschnitt, der die Spannung hält, um abschließend wieder einen Wechsel in den Mid-Tempo-Black Metal zu machen. Und da wir gerade beim Mid-Tempo-Schwarzmetall sind, geht es damit auch weiter. 'Ghosts Of The Midwinter Fires' heißt der nächste Titel. Dort kommen auch des Öfteren Knüppel-Parts vor, die jedoch gleich wieder unterbrochen werden und mit spannungssteigender Instrumentalarbeit fortgeführt werden, bis der Song von Instrumentalfetzen vollendet wird. Abschließend folgt mit 'To Drown' ein Lounge-Track, der nur hin und wieder durch die Akustikgitarre und das Schlagzeug begleitet wird.


Ich muss gestehen, ich war beim ersten Mal durchhören leicht skeptisch, was sich jedoch am Ende hin ins Positive entwickelt hat. AGALLOCH hat mit "Marrow Of The Spirit"  eine etwas andere Scheibe veröffentlicht, die ich so nicht erwartet hätte. Sie ist sehr interessant und kommt erst nach mehrmaligem Hören zu ihrer vollen Entfaltung. Doch wenn man sich erst einmal in diese Platte reingehört hat, ist es genau das Richtige für die bevorstehende Winterzeit und darüber hinaus.
Profound Lore Records hat diese Perle am 23.11.2010 auf den Markt geworfen.

8 von 10 Punkten

[Andreas]

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