Montag, 28. April 2014

CD-Review: Unlight "The Katalyst Of The Katharsis"



Die Klettgauer von UNLIGHT existieren seit 1997 und haben sich von Album zu Album eine größere Fangemeinde erspielen können. Mit "The Katalyst Of The Katharsis" erscheint nun endlich der Nachfolger zum vier Jahre alten "Sulphurblooded".
Geändert hat sich bei diesem Longplayer in erster Linie das Label, denn man hat
Massacre Records den Rücken gekehrt und ist jetzt bei War Anthem Records gelandet, das bekannt für seine qualitativ hochwertigen Outputs ist. Ansonsten bleibt man sich treu und präsentiert ordentliches Schwarzmetall mit einigen guten Melodien sowie hier und da ein paar Thrash-Einwürfen. Allerdings darf es durchaus auch mal etwas melodischer werden. Gerade bei einem Song wie 'Grand Nexion' sehe ich starke Parallelen zu schwedischen Kollegen wie NAGLFAR oder NIFELHEIM.
Mit am gefälligsten sticht 'Strix Infaustus' heraus, das sich durch einen eher langsamen Rhythmus und eine sehr düstere und dichte Atmosphäre auszeichnet. Aus dem Rahmen fällt allerdings auch der folgende Song: 'The Seven Libations', der (hört, hört) sogar ganz genre-untypisch mit einem Gitarrensolo aufwarten kann.
Schön dass dieses Stilmittel mehr als nur einmal genutzt wird und in dem (leicht) rockigen 'Staub Und Asch' wieder aufgegriffen wird. Überhaupt ist dieser Songs einer meiner persönlichen Highlights auf diesem Album und gehört definitiv zu den Anspieltipps. Und wo wir auch schon gerade bei rockig waren, geht 'Antipole Divinity' gleich noch mal einen Schritt weiter und holt die ganz dicke Thrash-Keule heraus. 


Generell verfügen alle Songs über fabelhafte Riffs und glänzen durch ein ausgefeiltes Song-Writing. "The Katalyst Of The Katharsis" ist eines der besten Black-Metal-Alben, das ich in diesem Jahr bisher gehört habe. Kein Wunder, immerhin mag ich den schwarzen Schwedenstahl und erkenne den Sound von Bands wie DISSECTION oder (alte) DARK FUNERAL wieder (auch wenn es sich ja eigentlich um eine Truppe aus dem Süden Deutschlands handelt). Weitere Argumente, die für den Kauf dieser Scheibe sprechen, sind die starke Produktion, die intensive Atmosphäre und abwechslungsreiche Songs, die mit allerlei rockigen bis morbiden Feinheiten zu überraschen wissen. Die deutsche Szene kann sich glücklich schätzen, einen Act wie UNLIGHT ihr Eigen zu nennen.
Seit 25.04.2014 ist das Album über War Anthem Records zu haben und sollte von jedem Schwarzkittel mal angetestet werden.



9 von 10 Punkten



[Adrian]

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