Dienstag, 15. April 2014

CD-Review: Chron Goblin "Life For The Living"


Das größte Glück für einen Reviewer ist es doch, ein Album aufzulegen und von Anfang bis Ende spaß an der dargebotenen Musik zu haben, ganz gleich um welches Genre es sich handeln mag. Sicherlich kommt das nicht bei jeder Platte vor, die man sich vornimmt, doch gerade deshalb ist es umso besser, wenn es passiert. CHRON GOBLIN mit ihrem aktuellen Album "Life For The Living" haben aber genau das geschafft und sollten jeden begeistern können, der Stoner-, Hard-Rock und fette Grooves liebt.
Warmer Sound, voluminöse Bassarbeit, Gitarren die von Orange-Amps befeuert werden, paaren sich hier mit den kräftigen und manchmal etwas heiser daherkommenden Vocals und einem knackigen Drumming. Doch die eigentliche Begeisterung wird dem Hörer damit entlockt, dass die Jungs hinter CHRON GOBLIN immer genau zu wissen scheinen, wann man das Gaspedal durchs Bodenblech prügeln muss und in welchem Moment ein beherzter Griff zur Handbremse Lohnt.
 So werden gerade die Songs, welche mächtig abgehen von zwei eher stoner-lastigen Schleppern eingerahmt, wobei der Song 'Deserter' quasi als Intro dient und 'Any Day' als entspanntes Outro. Zwischendrin wird dafür umso mehr abgerockt. Allein der Song 'Big Baby', der mit Moppet-Geboller (wertet doch jeden verdammten Song auf) und heftig verzerrtem Bass beginnt und nebenbei noch die Westerngitarre sowie die Mundharmonika auspackt, bringen auch den letzten Lahmarsch in Wallung. Und wo der schon mal vom Sessel ist, gibt's gleich ohne Vorwarnung von hinten den entsprechenden Arschtritt mit dem Song 'Give No More'. Etwas vertrackter geht es da bei Songs wie 'Dry Summer' und 'Lonely Prey' zur Sache, was nicht heißen soll, das die Tracks keine Durchschlagskraft hätten. Denn Solos, Tempowechsel und klasse Melodien lassen keine Langeweile aufkommen.

Es verwundert wohl nur die wenigsten, dass sich die Macher hinter dem besagten Scheibchen auch gerne mal von Bands wie ORANGE GOBLIN (bei dem Namen ja nahe liegend), RED FANG, CLUTCH, THE SWORD oder TRUCKERFIGHTERS inspirieren lassen. Genau in diesem Dunstkreis sollte für diese Band noch ein Plätzchen frei sein, denn sie haut genau in diese Kante, und wie!
Beziehen kann man das Album direkt bei der Band selbst über die Homepage.

8,5 von 10 Punkten

[Lukas]

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