Mittwoch, 18. Dezember 2013

Song Of The Day: Pentagram 'Into The Ground'

Nachdem wir gestern CANDLEMASS vorgestellt haben, kommen wir heute zu den geistigen Vätern von PENTAGRAM und dem Track 'Into The Ground' vom immer noch aktuellen Album "Last Rites".

Auch hierbei handelt es sich natürlich um klassischen Doom Metal. Allerdings ist die Truppe aufgrund ihres Alters (die Band existiert bereits über 40 Jahre) viel näher an BLACK SABBATH dran als die schwedischen Jünger. Nichtsdestotrotz schafft es die US-Band ebenso gefühlsechte wie auch atmosphärische Lieder zu verfassen. 'Into The Ground' ist ein Paradebeispiel dafür. Die Melodie spiegelt die Depressionen, die im Songtext beschrieben wird, perfekt wieder. Sofort geht die Tonfolge ins Ohr und setzt sich dort fest. So erwischt man sich schnell mal im Alltag dabei den Chorus vor sich her zu summen, wie es sich eben für einen richtigen Ohrwurm gehört.


Allerdings ist neben dem wunderbar traditionellen Gitarrensolo, besonders das wiedererkennbare Organ von Frontmann Bobby Liebling das, was nachhaltig beeindruckt. Trotz seines nicht gerade gesunden Lebensstils schafft es der kleine, alte Mann auch heute noch die meisten Möchtegern-Stoner-Doom-Vokalisten an die Wand zu singen.

'Into The Ground' sind einfach sehr gut angelegte 260 Sekunden und das vor allem wenn man selbst weiß wie man sich fühlt, wenn einsame Stunden zu ganzen Tagen werden und wie es sich anfühlt tief verletzt zu sein, so dass man jeden Tag heulen möchte (Das sind nur Anspielungen auf den Text des Liedes, keine Sorge). Dann ist dieser Song genau der Balsam, den man braucht. Jedoch funktioniert die Platte auch bei seelischem Wohlbefinden. Denn man hört durchweg heraus, dass hier echte Meister ihres Fachs am Werk sind und wie viel Mühe im Song-Writing steckt. Etwas anderes als eine Kaufempfehlung für den ganzen Tonträger abzugeben, wäre deswegen mehr als fahrlässig. Wer also "Last Rites" noch nicht sein Eigen nennt, sollte dringend noch eine Eingabe beim Weihnachtsmann machen. Denn dieser Titel ist nur die Kirsche auf einer fantastischen Doom-Metal-Scheibe. Vielleicht sogar einer der Besten in den vergangenen zehn Jahren.

[Adrian]

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