Montag, 25. März 2013

Song Of The Day: Death 'Living Monstrosity'


Habt ihr auch gerade ein Deja Vu? Denn es ging schon mal ausführlich um das Schaffen von DEATH und Chuck Schuldiner. In der Weihnachtszeit 2011 haben wir in einem ausführlichen Special die Ausnahme-Band unter die Lupe genommen und das Release für Release. Allerdings waren wir damals noch recht distanziert geblieben und haben uns nur um die Musik und die Historie der Band gekümmert. Deswegen werde ich in diesem Artikel beleuchten, was DEATH für mich ganz persönlich bedeuten.
DEATH sind für mich nicht weniger als die beste Metal-Band, die je auf dem Angesicht dieses Planeten gewandelt ist. Das kann man anders sehen, aber trotzdem sollte jeder, der auch eigentlich nicht viel mit der Band am Hut hat ihre Verdienste für den Extreme Metal zu schätzen wissen. Denn SLAYER mögen zwar das Fundament für eine brutale Version von Heavy Metal gelegt haben, aber DEATH waren es zusammen mit POSSESSED und MORBID ANGEL, die dem Death Metal seinen Namen, sein Image und seine Gestalt gegeben haben.
Wie bereits erwähnt gab es auch eine Zeit in der mich Todesblei nicht wirklich interessiert hat und mir die Musik einfach zu stumpf war. Vorrangig weil ich mit den falschen Songs und Bands angefangen hatte. Jedoch änderte dies das großartige Rock Hard Death Metal Special, das vor über sieben Jahren erschien und mit einer speziellen Beilagen CD mir Bands wie BOLT THROWER, DISMEMBER oder auch  MORGOTH näher brachte. Eine Band, die jedoch in diesem Bericht ständig erwähnt wurde, fehlte jedoch auf der CD. Die viel gepriesenen DEATH sprachen mich dennoch sofort an, da schon ihr Name essentiell für die Todesblei-Bewegung gewesen sein muss. So stöberte ich etwas herum und entdeckte zuerst das "Spiritual Healing"-Album von 1990.

Was für eine Offenbarung! Keine Death-Metal-Platte hatte mich zuvor so begeistern können und angefixt wie diese hier. Das Riffing war großartig, die Geschwindigkeit genau richtig und die Vocals gemein verottet. Auch wenn viele Möchtegern-Brutal-Deather rumgejammern, dass das kein Death Metal sei, weil die Riffs zu thrashig und die Vocals nicht tief gegrowlt wären, darf man sicher sein, dass DAS in jedem Fall Millionen Mal mehr Todesstahl ist als alle Wannabes à la JOB FOR A COWBOY, ALL SHALL PERISH oder CARNIFEX zusammen. Bevor es nämlich diese furchtbare Ausgeburt des gleich-klingenden Frickel-Gewichses und der einförmigen Gurgel-Laute gab, hatten sich die Urväter wie Schuldiner bereits einen Namen gemacht. 
Kleine Anmerkung am Rande: Nichts gegen Brutal-Death auch da gibt es viele ausgezeichnete Bands wie DEVOURMENT oder auch JACK SLATER und BENIGHTED, aber leider gibt es auch verdammt viel Ausschuss. Aber zurück zum Thema.

Eigentlich ist es Frevel hier einen Song Of The Day den anderen Tracks der Platte vorziehen zu wollen, aber so sind nun mal die Regeln dieser Rubrik und wenn ich mich wirklich für ein Lied allein entscheiden müsste würde ich den Opener 'Living Monstrosity' wählen. Dieser Song fasst alle Stärken dieser Scheibe zusammen und hat einen sehr hohen Wieder-Erkennungswert. Das ist auch den cleveren Lyrics zu verdanken, die sich mit Drogenmissbrauch und korrumpierten Welt befassen. Hier ein Beispiel:
"The guilty one, innocent she now cries. A life of hell, better off to die. Born without eyes, hands and half a brain. Being born addicted to cocaine"
Heute ist "Spiritual Healing" nicht mehr mein meistgehörtes DEATH-Album und wurde da von Scheiben wie "Scream Bloody Gore" oder "Leprosy" abgelöst. Nichtsdestotrotz war "Spitual Healing" und 'Living Monstrosity' essentiell für mich und werden es auch immer bleiben.

Das war nun der zehnte und (vorerst) letzte Song Of The Day. Ich bedanke mich bei jedem der täglich mitgelesen hat und verspreche, dass ich immer mal wieder zwischendurch mit verschiedenen Songs Of The Day um die Ecke kommen werde. Die nächsten Tage geht es allerdings erst einmal wieder um reguläre CD-Reviews und anderen Krempel, der mir gerade so einfällt. Auf ein weitres Jahr Totgehört!

[Adrian]

Keine Kommentare:

Kommentar posten