Sonntag, 29. April 2012

Band Of The Week: Chapel Of Disease


Man kann eine Karriere nicht besser beginnen als mit Magnetband und Vinyl. Das ist einfach mal Fakt. Vor allem wenn man Old-School Death Metal macht! Die Rheinländer CHAPEL OF DISEASE verfügen also über die perfekte Grundlage, um mit ihrem ersten Album, das momentan noch in Arbeit ist, Todesblei-Fans in Verzückung zu versetzen.


Nun liegt mit "Death Evoked" jedoch erstmal ihre Debüt-Demo vor, die es wie bereits erwähnt nur als Tape gibt und deren Auflage auf 166 Stück limitiert ist. Ob man es in zehn bis 15 Jahren mal als Sammlerstück ansehen wird, steht zwar noch in den Sternen. Allerdings ist "Death Evoked" ein äußerst gefälliger Hassbatzen.
Der Opener 'Summoning Black Gods' ist schnell, fies und dreckig. Zu 100% ein Tribut an den ganz frühen Death Metal, wie er Ende der 80er Jahre noch zelebriert wurde, 

obwohl man damals die Bezeichnung "Death Metal" noch gar nicht kannte. In eine ähnliche Kerbe haut 'The Nameles City', das übrigens auf der kommenden Seven-Inch-Split ausgekoppelt wird. Schnelles rhythmisches Drumming trifft auf ein Organ, das verzweifelt kreischt, und bestes Riffing der Stockholmer Schule. 
Auch die Soli sind nicht von schlechten Eltern und beweisen einmal mehr warum der Old-School Death Metal modernen Unarten wie Slam Death und Deathcore überlegen ist. Mehr Atmosphäre, mehr Herzblut und mehr Spielfreude.
Damit geht es auf der Seite B auch umgehend weiter und 'Dead Spheres' präsentiert die Kölner von einer ziemlich brutal-thrashigen Seite. Spontan wird man an Klassiker wie MORBID oder MERCILESS erinnert. Ein würdiger Rausschmeißer ist dann zu guter Letzt 'The Loved Dead', das durch seine vermehrten Tempi-Wechsel die Spannung nicht abreißen lässt und so Doomhammer und Thrash-Attacke gleichermaßen ist. Ein rundum gelungener Mix, ebenso wie das gesamte "Death Evoked"-Tape. Wer also eine handnummerierte MC sein eigen nennen möchte, sollte sich beeilen und dem Label FDA Rekotz einen Besuch abstatten. Qualitativ so hochwertige Ware bleibt selten lange erhältlich.


[Adrian]

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