Mittwoch, 14. März 2012

CD-Review: ASPHYX - Deathhammer

ASPHYX

Deathhammer

bereits erschienen

OLD-SCHOOL DEATH METAL

Als sich 2007 ASPHYX und Martin Van Drunen wieder zusammenrauften und auf dem Party.San ein Live-Comeback zelebrierten ging ein Freudenschrei durch die weltweite Death-Metal-Szene, gehören Alben wie "The Rack" und "Last One On Earth" doch nach wie vor zu den absoluten Klassikern des Todesbleis. Und tatsächlich ließ man 2009 mit "Death...The Brutal Way" ein starkes Comeback-Album folgen. Nun steht also der Nachfolger in den Läden, der "Deathhammer"


Schnell wird klar: Wer auf ASPHYX steht, wird auch das neue Album mögen. Die Holländer behalten ihre Trademarks bei und spielen schnörkellosen Death Metal in ihrem eigenen Stil: Hämmernde Drums, sägende Riffs, eine düstere Atmosphäre und dazu natürlich van Drunens Organ, das mit zum besten, eigenständigsten und fiesesten gehört was der Death Metal zu bieten hat. Das Album wurde von Dan Swanö gemixt und gemastert und in den holländischen Harrow-Studios aufgenommen und bietet eine klare, differenzierte, voluminöse Produktion ohne es zu übertreiben, klingt dabei aber in meinen Ohren stellenweise ein wenig zu glatt, weniger ist manchmal doch etwas mehr. 
Kommen wir nun aber zum wichtigsten Teil jedes Albums, den Songs, denn was nützt die tollste Produktion wenn die Songs nicht mithalten können? Und hier gelingt es ASPHYX fast durchgehend zu punkten. Zwar ist der Titeltrack mir persönlich ein wenig zu stumpf und langweilig, aber eine schnelle Abrissbirne ist auch er allemal. Dennoch ist er von den schnellen, aufs nötigste reduzierten Stücken doch der einzige, der ein wenig nach unten abfällt. Auf Soli wird hier verzichtet, so dass man sich meist nach ungefähr drei Minuten ins Ziel geröchelt hat.
Richtig herausragend werden ASPHYX aber immer dann, wenn sie die schnelle Schiene verlassen und den Hammer langsam kreisen lassen. So geschehen im dritten Song der Platte, dem herausragenden 'Minefield', der lavaartig aus den Boxen quillt und alles zermalmt was in seinem Weg steht. Aber auch die anderen Doom-Tracks wie 'Der Landser' müssen sich keinesfalls verstecken und können auf ganzer Linie überzeugen. Den besten Track haben sich ASPHYX aber für das Ende aufgehoben, die BATHORY-Huldigung 'As The Magma Mammoth Rises', bei dem man die Verneigung vor Alben wie "Blood Fire Death" kaum überhören kann.

Insgesamt ist es also relativ leicht, eine Empfehlung für dieses Album auszusprechen, denn auch wenn man die Frühwerke und Klassiker nicht ganz erreicht, so liefert man doch ein rundum überzeugendes Death-Metal-Album ab, dessen doomige Parts mit zum Besten gehören was man in den letzten Jahren auf die Ohren bekommen hat. Und Fans von ASPHYX oder van Drunen kommen um den Kauf ohnehin nicht herum. Zu empfehlen ist hierbei dann durchaus das 2-CD-Mediabook mit der deutschen Version von 'Der Landser', den 7“-Versionen von 'Death...the Brutal Way' und 'We Doom You To Death' sowie zwei Covern, nämlich CELTIC FROSTs 'Os Abysmi Vel Daath' und 'Bestial Vomit' von MAJESTY.

Anspieltipps: 'Minefields', 'As The Magma Mammoth Rises'

7,5 von 10 Punkten

[Nezyrael]

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