Mittwoch, 24. Oktober 2018

Throwback Thursday: Acid Witch "Witchtanic Hellucinations"

Da es noch nicht ganz Donnerstag ist, ich euch aber trotzdem ein Veröffentlichungsjubiläum vorstellen möchte, gibt es bereits heute einen vorzeitigen Throwback. Denn mit "Witchtanic Hellucinations" wurde vor genau zehn Jahren ein bis heute unerreichter Bastard aus psychedelischem Doom und kantigem Old-School Death Metal veröffentlicht - es ist natürlich die Rede vom Debüt-Longplayer der Detroiter Drogenbeauftragten alias ACID WITCH.
Als mir vor gut acht oder neun Jahren ein sehr guter Kumpel diese Scheibe
gezeigt hat, war ich sofort vom stimmungsvollen Artwork beeindruckt. Man sieht darauf viele toxisch-wirkende Farben und eine unheilige Hexengestalt bei ihrem blasphemischen Wirken durch die Augen eines berauschten Betrachters. In Verbindung mit dem Namen "ACID WITCH" hatte ich sofort eine Idee im Kopf wie diese Band klingen muss und lag nicht vollkommen daneben.  "Witchtanic Hellucinations" ist eine krude Mixtur aus acid-rockigem Stoner Sludge und klassischem Todesblei. Neben den typischen Dampfwalzen-Gitarren und Staubsauger-Grunts (die hier allerdings besonders verrottet und vermodert dröhnen), gibt es auch immer wieder wilde Effektgewitter und jede Menge Hall - verdammt viel Hall! Auch traditionelle Geisterbahn-Keyboards sind mit dabei und tragen dazu bei, dass man (wie dieser Tage) ordentlich auf Halloween eingestimmt wird. Angenehm ist übrigens, dass man es nicht darauf anlegt die Eigenkompositionen in die Länge zu ziehen. Im Schnitt dauert eine Titel etwa drei Minuten und sorgt damit für einen ordentlichen Fluss.

ACID WITCH hat es geschafft für gleich zwei Revivals relevant zu sein. Sowohl Death-Metaller als auch Sludge-Stoner können sich auf den drückenden und obskuren Sound der Amerikaner einigen und bleiben durch ihre seltenen Auftritte in Europa für viele Fans noch immer eine Sehnsuchtsband. Nach zehn Jahren ist "Witchtanic Hellucinations" auch weiterhin ein großartiger Dreher, den man immer wieder gerne auflegt und sich vom eigentümlichen Sound gefangen nehmen lässt. Kurzum, das ist ein moderner Meilenstein seines Genres!
Am 24.10.2008 erschien dieser Hexenkessel bei Razorback Recordings.

[Adrian] 

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