Mittwoch, 10. Oktober 2018

Event-Tipp: Deadwood und Sarkh im Second Home Ennerich

Am 24. November, einen Monat vor Heiligabend, wird es noch einmal so richtig dunkel im Second Home in Ennerich. Mit SARKH und DEADWOOD werden gleich zwei Leckerbissen der schwarzen und post-rockigen Klangkunst die Bühne im Runkler Vorort besteigen. Gänsehaut ist schon jetzt vorprogrammiert.

"Wer ist denn bitte SARKH?", mag sich jetzt der eine oder andere fragen, aber wenn ich HESSAJA sage, dann werden es bereits einige Fragezeichen weniger sein. Denn drei der vier Mitglieder der Sludge-Doomer, bedienen auch hier die Instrumentalabteilung.  Sänger Tom ist zwar nicht dabei, aber das liegt vor allem daran, dass SARKH komplett instrumental funktionieren. Allerdings benötigen die urgewaltigen Druckwellen ihrer Kompositionen auch gar keine Vocals, die Vermischung von frostigen Black-Metal-Stürmen und ausladenden Postrock-Klangteppichen spricht für sich allein. Während HESSAJA eine raue, zerklüftende Felsenlandschaft ist, die den Hörer zu ihrer Bezwingung herausfordert, ist SARKH wie ein Ozean zwischen den Galaxien, in dem man jedes Gefühl für Zeit und Raum verliert. 
Für diesen Pulsar aus Antimaterie hat man mit DEADWOOD den perfekten Bühnenpartner gefunden. Der Fünfer aus dem Raum Frankfurt ist zwar in vielen Belangen schwarzmetallischer und profitiert auch von den kräftigen Screams, die Fronter Jo immer wieder ausstößt, aber es ist vor allem die Mixtur aus langen atmosphärischen Post-Passagen und dem wütenden Black-Metal-Gewitter, die in krassem Kontrast zueinander stehen und trotzdem zu einer spannenden Einheit verschmelzen. Im letzten Jahr hat DEADWOOD bereits in Ennerich bewiesen, wie stark sie auf der Bühne sind und werden auch in diesem Herbst keine Gefangenen machen.
Zögert also nicht am 24.11.2018 in das Second Home bei Limburg an der Lahn zu kommen. Dieser Abend könnte eine ganz besondere Erfahrung werden. Für gerade einmal 7 Euro, bekommt ihr gleich zweimal ganz großes Kino geboten. Wie immer ist die Kultkneipe ab 19 Uhr geöffnet und um 20 Uhr startet die erste Band, da (ebenfalls wie immer) um zehn der lärmschutzrechtliche Curfew wegen den Nachbarn droht. Musik aus der Dose und Bier vom Fass gibt es aber die ganze Nacht.

[Adrian] 

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