Montag, 23. Juli 2018

Tape gehört: Witchgöat "Umbra Regit"

"Witch? Goat? Und dann auch noch mit Ö? Ich bin interessiert!", denke ich mir, während ich mir den aktuellsten Tape-Release der Kollegen von Morbid Skull Records näher betrachte. WITCHGÖAT aus El Salvador ist eine neue Formation, die aus gestandenen Musikern besteht und verschiedene Black und Death Metal Richtungen auf ihrem ersten Demo "Umbra Regit" miteinander vermischen will. Wie es sich gehört erscheint das erste Lebenszeichen der Truppe auf MC. Es lebe der Kult!
Bei dem Namen, der Herkunft und dem Artwork denkt man sich sofort: "Alles
klar, das wird zu 100% War-Metal-Geballer sein!" - aber so einfach ist das nicht. Denn auch wenn es beim Opener  'Emanations From The Underworld' erst einmal heftig poltert und man glaubt eine tollwütige Version von NIFELHEIMs 'Infernal Flame Of Destruction' vor sich zu haben, ist der Facettenreichtum größer als bei vielen anderen Vertretern der schwarz-morbiden Zunft. So dreht sich bereits der erste Song nach der Hälfte um 180 Grad, wird epischer, stampfender und lässt eine breitschultrige Erhabenheit durchscheinen, bevor man in bester Early-SODOM-Manier das schwarz-dreschende Gaspedal voll durchdrückt und zum nächsten Titel 'Proliferation Of The Dark Souls' überleitet, der mit mahlenden Old-School-Death-Beats und richtig starken Gitarrensoli überrascht. Trotz dieser Akzente bleibt auch dieser Titel ein mächtiger Brecher. Das Outro 'Towards The Gûlgaltâ' zieht dann abschließend komplett den Stecker und liefert knapp zwei Minuten lang melancholische Akustikgitarren, die leicht südamerikanisch angehaucht sind. Das ist ein harter Bruch, den man aber clever umsetzt.

Alles in allem ist "Umbra Regit" eine der besten Demos, die mir in einer langen Zeit untergekommen sind. WITCHGÖAT ist nicht nur ein kongenialer Name - auch das Konzept dahinter ist großartig. Old-School Death Metal trifft auf Blackened Thrash und wird mit einer schaurig-schönen Gitarrenarbeit verbunden. Im Ernst, wer diese Demo nicht gehört hat, verpasst vielleicht einen der aufgehenden Sterne am Extreme-Metal-Firmament. Wenn ich Punkte für Kassetten vergeben würde, dann wäre das hier eine ganz klare 10 von 10 Punkten! 
Ab 31. Juli gäbe es die MC streng-limitiert auf gerade einmal 33 Stück bei Morbid Skull Records - wenn sie nicht bereits via Pre-Sale ausverkauft wäre. Aber es ist davon auszugehen, dass man sie auf Bandcamp auch digital wird laden können.

[Adrian] 

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