Mittwoch, 4. April 2018

Reingehört: Eaten self-titled

Laut dem Promozettel von EATEN gibt es in Neuengland eine sehr vitale Grindcore-Szene, die traditionelle Krustenmusik mit Doom und Death Metal zu einem ganz eigenen Extremismus metallicus vermischt. Nach fast einem Jahr in digitaler Kryostasis erscheint das selbst-betitelte Album der Amis nun auch physisch.

Wer "Enslavement To Obliteration" mag, der ist bei diesem Release genau richtig. 17 Minuten Spielzeit in 19 knackige Songs gegoßen, die rasant durchgepeitscht werden. Allerdings ist das Dauerfeuer kein stumpfes Punk-Getrümmer. 

Die Songs besitzen einen unheimlich attraktiven Old-School-Death-Vibe, der Einflüsse von BENEDICTION über MISERY INDEX bis WOLFBRIGADE stimmig an einen Tisch bringt. Der Adrenalinpegel bleibt dabei fast durchweg am Anschlag und die wenigen kurzen Breaks werden so song-dienlich verbaut, dass man sie als Lehrstück für einige Brutal-Deather verwenden könnte, die wegen zu viel High-End-Geprügel in Monotonie versinken. Mit lediglich einem Track, der die Zwei Minuten Marke sprengt, ist dieser Hassbatzen so unheimlich kompakt, dass es gar keine Gelegenheit für Längen gibt und mit jedem Durchlauf wird er sogar noch besser. Kurzum, man kriegt hier das perfekte Geballer für die Festivalsaison um die Ohren gehauen!
Ich hoffe, dass die Jungs von EATEN auch nach Europa für eine Tour vorbei schauen, denn live dürfte das Material des Debütalbums noch fetter aus den Ampeln dröhnen.
Wir empfehlen diesen Dreher jedem Fan von Vorschlaghammermusik uneingeschränkt!
Ab 6. April gibt es das Teil als Vinyl bei Give Praise Records und bereits jetzt gegen eine freiwillige Spende bei Bandcamp als Download.

[Adrian]

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