Sonntag, 9. Juli 2017

CD-Review: Lifeless "The Occult Mastery"

LIFELESS hat sich für den dritten Streich erneut etwas Zeit genommen. Dieses Mal lagen jedoch nur vier statt fünf Jahre zwischen zwei neuen Scheiben und mit "The Occult Mastery" können sich Fans der Dortmunder seit Freitag auf einen wirklich mächtigen Dreher stürzen.
Erneut gibt es kreissägenartigen Death Metal, der mit wunderbar ausgearbeiteten Gitarrensalven verfeinert wird. Schon der zweite Song 'Progenies Of A Cursed Seed' schmeichelt mit einem Soli, das an DISMEMBER
erinnert,  die Ohren der Hörer.  Nach dem furiosen Auftakt rollt im mittleren Teil der Platte eine besonders schwere Todeswalze durchs Geräusch. Viel Double-Bass, Blast Beats und Rhythmus-betonte Riffs sorgen dafür dass die Nackenmuskeln in Bewegung bleiben.  Wie auch schon beim Vorgänger "Godconstruct" gibt es auch hier ein Zwischenspiel, was ich persönlich weglassen würde, da es der Dynamik der Platte schadet - vor allem da dem Interlude ohnehin nur noch zwei Stücke folgen (als Outro wäre es besser platziert gewesen). Dafür geht es mit 'Insanity Reigns' knackig weiter und das finale 'Throes Of Dawn' sorgt mit singenden Gitarren für einen perfekten Abschluss.
"The Occult Mastery" ist ein rundum gelungenes Stück Death Metal. LIFELESS geht auch auf Album Nummer drei seinen Weg konsequent weiter und liefert rhythmisch großartige Todesstahl-Hymnen ab. 

Die geleistete Arbeit gibt nur wenig Anlass für Kritik - auch wenn das berühmte Rad nicht neu erfunden wird. Die Stärke der Band liegt allerdings auch eher in der Kultivierung des klassischen Stils als in progressiver Neugestaltung. Fans der bisherigen Alben, können also auch hier bedenkenlos zugreifen.
Seit 07.07.2017 liegt die Scheibe für euch bei FDA Records bereit.

8,5 von 10 Punkten

[Adrian]

Keine Kommentare:

Kommentar posten