Donnerstag, 15. Januar 2015

Throwback Thursday: Devastation "Sign Of Life"



An diesem Donnerstag geht es mal wieder in die Vergangenheit. Allerdings mit einem frischen Review zu einer klassischen Platte. Das vorliegende Stück Nostalgike kommt von DEVASTATION aus Texas, die Mitte der 80er und Anfang der 90er aktiv waren (und 2008 und 2009 ein kurzes Comeback gefeiert haben). Betrachtet wird dabei das zweite Album "Sign Of Life" von 1989.Die Südstaatler zocken ganz genau genommen "nur" Thrash Metal, was jetzt
Mitte der Achtziger nicht so außergewöhnlich gewesen ist, aber man merkt am Sound der LP an, dass der Death Metal bereits dabei war sich von seinem älterem Bruder zu emanzipieren. Allein Name, Artwork und Schriftzug deuten auf die damalige Ausrichtung der Szene hin. Denn mit DEATHs "Leprosy" oder MORBID ANGELs "Altars Of Madness" waren bereits zwei Meilensteine des späteren Todesstahls vorgelegt worden und haben wohl auch den Klang dieser Kapelle aus Corpus Christi beeinflusst. Eigentlich fehlen lediglich nur die Screams und Growls und Tracks wie 'Fear Of The Unknown' würden heute als Old-School Death gelten. Die Stimmung der Gitarren und die Brachialität des Drummings allein klingen äußerst durchschlagend und zermahlen die Trommelfelle des Hörers. Sänger Rodney Dunsmore ist zwar stimmlich tief im Thrash verwurzelt, aber der Wahnsinn, den sein Organ versprüht, passt ebenfalls zu den krachenden und psychopathischen Arrangements dieser Platte.

Auch heute noch macht dieser Dreher eine Menge Spaß! Alle neun Titel feuern ein ordentliches Extreme-Thrash-Feuerwerk, was man in dieser Weise heute nur noch selten hört. Denn weder Thrash- noch Old-School-Death-Revival haben etwas Vergleichbares wie DEVASTATIONs "Sign Of Life" hervorgebracht, das gekonnt die Brücke zwischen beiden Welt schlägt. Es ist eine Schande, dass die Truppe heute weitestgehend unbekannt ist, obwohl sie einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Extreme Metals geleistet hat, den man nicht unterschätzen sollte.
Auch der letzte Re-Releasevia Century Media ist leider schon etwas her und ist von 1999.

[Adrian]

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