Montag, 14. Juli 2014

Tape gehört: Exit Humanity - Undead Savior

Ach ja, Death Metal ist mir doch immer noch das Liebste! Ob nun Fluch oder Segen, der "Death Metal Trend" führte und führt bis heute immer mal wieder dazu, dass sich ein paar talentierte Menschen dazu berufen fühlen, ein paar Songs einzukloppen und sie entgegen dem Fortschritt der Technik auf ein hübsches kleines Tape zu bannen, um sie dann in kleiner Stückzahl unter den geneigten Maniacs zu verteilen. So oder so ähnlich muss es dem Duo hinter EXIT HUMANITY auch gegangen sein, mit dem Unterschied, dass Gitarrist, Bassist und zu gleich auch Frontröhre Stefan bereits zuvor bei der Band HARM sein Unwesen trieb und somit wohl als Überzeugungstäter bezeichnet werden kann.
Um EXIT HUMANITY zu beschreiben, braucht es nicht viele Worte, tiiiiiieeeeeffff gestimmte Saiten (erinnert mich ein wenig an NECROS CHRISTOS), eingängige Riffs, flottes Drumming und eine raue Produktion machen den Spaß perfekt. Die vorwiegend schnelleren Songs haben alle samt das Talent ein wohlwollendes Nicken beim Hörer auszulösen und wirken gerade im direkten Vergleich zu den Songs von HARM spannender und vor allem Druckvoller.
Allein der erste Song (gleichzeitig auch Titeltrack der Demo), 'Undead Savior' verschwendet erst gar keine Zeit und haut einem ohne Umwege direkt eins aufs Fressbrett. Flotter Einstieg und schleppende Übergänge machen den Song zu einem gelungenen Opener, der auf mehr hoffen lässt. Zum Glück muss man nicht lange betteln und bekommt mit 'If Humanity Dies' gleich den Nachschlag. Der Song legt wie sein Vorgänger mächtig los und lässt auf knappen drei Minuten nichts anbrennen, inklusive kurzem Solo. Nach ähnlichem Rezept sind auch Song drei und fünf eingeknüppelt worden, wobei sich das tiefe Tuning der Gitarren und die heftigen Beats des Schlagzeugs hier als mein brutales Highlight herauskristallisiert haben. Für Abwechslung zwischen durch sorgt hingegen der vierte Song 'Only Darkness Remains', anstatt mit 80 geht's hier nur mit 50 durch die Fußgängerzone. Die Brutalität dieses Songs wird vor allem durch die anfänglichen Death'n'Roll-Parts und den stampfenden Rhythmus übertragen. Stellt dieser Song also einen Ausblick auf die Variabilität der Formation dar? Hoffentlich! Denn ein Werk in voller Länge kann sowas immer gut vertragen.



Zu guter Letzt sei gesagt, dass man auf der Demo fünf fette und bis hinter die Ohren dreckige Songs zu hören bekommt. Wer das Glück hat einen physikalischen Tonträger ergattert zu haben, sollte ihn hegen und pflegen. Für alle anderen gelten die Links von Band und Label als Pflichtprogramm.
Bei Weed Hunter Records ist die MC am 31. März erschienen.

8 von 10 Punkten

[Lukas]

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