Dienstag, 8. Juli 2014

CD-Review: Keitzer "The Last Defence"

F.D.A. Rekotz steht vor allem für eines und das ist Old-School Death Metal. Allerdings hat das Label nahe der polnischen Grenze auch sehr brutale Töne im Programm. So gehört das deutsch-portugiesische Abrissunternehmen KEITZER bereits seit 2011 zum Rooster der ostdeutschen Plattenfirma und ist vor allem für seine heftigen Blasts und hohe Geschwindigkeitsexzesse bekannt. Mit "The Last Defence" erscheint diesen Juli das neuste Album der Männer aus NRW und Rio Maior.
Das Album beginnt wie erwartet sehr rasant und feuert uns die ersten fünf
Titel sehr explosiv um die Ohren. Ein Blast-Beat jagt den nächsten und auch die Gitarren rattern wie Maschinengewehre. Die Growls erinnern sehr stark an Shouts und verdeutlichen den Grind- und Crust-Ursprung der Truppe. Ab dem Titeltrack fängt das Album an abwechslungsreicher zu werden und mehr Ansätze von Melodien schleichen sich ein (diese Herangehensweise ist vergleichbar mit dem 2011er Album von KRISIUN). Unübersehbar werden diese Ansätze dann in 'Fleshcrawl', das zum Teil episch wie eine Black-Metal-Hymne klingt, ohne dabei den typischen brutalen Death Metal Sound zu vernachlässigen.
Deutlicher sind aber die angesprochenen Grind- und Crust-Ansätze, die sich in kurzen Liedern wie 'Todtgeweiht' oder 'Ausgelöscht' am klarsten ausleben können (durch die deutschen Texte kommt hier teilweise ein JACK-SLATER-Feeling auf). Dennoch geht das Album ähnlich zu Ende wie es begonnen hat: mit rücksichtsloser Brutalität und heftigen Blasts, die immer mal wieder von Melodie-Anflügen tangiert werden.



Alles in allem ist "The Last Defence" ein willkommenes Death-Metal-Album für all diejenigen, denen es einerseits ein wenig zu Schwedisch in der Szene geworden ist und die andererseits auch nicht im stupiden Sumpf der stereotypen Slam-Death-Kapellen versinken wollen. KEITZER sind nämlich alles andere als eine generische Brutal-Death-Metal-Band und vereinen sowohl Grind, Crust sowie ein wenig Black Metal in ihrem Schaffen.
Wer Geschmack hat, sollte sich "The Last Defence" ab dem 18. Juli über F.D.A. Rekotz besorgen oder es bereits jetzt vorbestellen. Diese Platte macht einfach Spaß.

8 von 10 Punkten

[Adrian]  

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