Freitag, 21. März 2014

Editorial: Manowar versus Legacy Open Air


Es dürfte ja inzwischen jeden die Meldung erreicht haben, das MANOWAR nicht auf dem Legacy Open Air (LOA) spielen werden. Zuerst hatte sich ja die Band selbst geäußert und auf Facebook folgendes zu Protokoll gegeben:


>>
“Wir bedauern dass dieser Auftritt abgesagt werden musste”, erklärte

MANOWAR’s Management.
“Wir haben extrem hart daran gearbeitet, diesen Auftritt zu retten, aber der Festivalveranstalter konnte seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen und hat damit unseren Auftritt, unsere Fans und die Lieferanten dieser Produktion gefährdet. Die “Kings Of Metal MMXIV” Welttour ist eine riesige Produktion, speziell ausgelegt auf Outdoor Festivals. Wir haben eine enorme Investition in diese Produktion gesteckt und haben Verpflichtungen gegenüber Lieferanten auf der ganzen Welt. Das Unvermögen des Veranstalters seine finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen macht es MANOWAR unmöglich aufzutreten und die Produktionsstandards zu liefern, die MANOWAR Fans kennen und erwarten.”
<<


Gut, dass klang erst mal so als seien die Jungs vom LOA ein Haufen Stümper, die es nicht gebacken bekommen, ein ordentliches Festival nach True-Metal-Standards zu stemmen. Das kann man (verständlicherweise) als Magazin und Veranstalter nicht auf sich sitzen lassen und so kontert man auf der offiziellen Website des Events mit einem eigenem Statement (das Statement wurde inzwischen offiziell vom Veranstalter widerrufen!).
Jetzt wiederum stehen die "Gods of Metal" als die Bösen dar, die Presseleute wie Systemkritiker in China behandeln und nur gegen Lobeshymnen und hingebungsvolle Promoarbeit seitens der Journalisten einen Gig spielen. Wo liegt nun allerdings die Wahrheit?

Schwer zu sagen, wenn man nicht drin steckt. Jedoch kann ich durch meine Erfahrung als Schreiberling durchaus glauben, dass MANOWAR  (ähnlich wie andere zerstörerische Bands, hüstel) keine Kritik an ihrem Schaffen zu lassen und sich über jeden Zweifel erhaben und als unantastbar betrachten.

Dass die Veranstalter vom LOA wahrscheinlich auch Fehler gemacht haben, ist auch sehr gut möglich. Denn allein die Tatsache, sich mit MANOWAR einzulassen, spricht für die Kühnheit der Orga. Überhaupt finde ich sehr gewagt von diesem Festival mit Namen "Legacy" zu werben. Immerhin ist das ein Magazin, das in erster Linie von Extreme-Metallern gelesen wird. Also erwarte ich auch ein Programm in dieser Richtung. Außerdem stand auf den Anzeigen und Flyern was von "Kein Bullshit" und so.
Da will es mir nicht in den Kopf wieso dann trotzdem auch so Atzen-Truppen wie ESKIMO CALLBOY oder Kasper-Kapellen wie VAN CANTO, SUBWAY TO SALLY oder JBO da spielen. Wo ist denn da noch der Unterschied zu anderen Mischwaren-Festivals wie dem Summer-Breeze? Wenn überschwängliche Ticket-Verkäufe bisher ausblieben lag es in meinen Augen eher an der chaotischen Bandzusammenstellung als an der Tatsache, dass MANOWAR keine Zuschauer mehr hinter dem Ofen hervorlocken.
Aber wie dem auch sei. In jedem Fall ist es schade für alle MANOWAR-Fans, da vor 2015 kein weiterer Gig der selbsternannten Metal-Könige mehr in Deutschland stattfinden wird.

[Adrian]

Keine Kommentare:

Kommentar posten