Dienstag, 20. August 2013

Tape gehört: Incarceration "Sacrifice"

Ich habe etwas gebraucht bis ich den komplizierten Namen INCARCERATION verinnerlicht hatte, aber inzwischen komme ich zum Glück ganz gut damit klar. Denn ich bin mir sicher, dass man in Zukunft eine Menge von dieser deutsch-brasilianischen Koproduktion hören wird. Ihr erstes Lebenszeichen "Sacrifice" ist ein herrlich groovender Hassbatzen, der sowohl schwedische Einflüsse wie NIHILIST und DISMEMBER als auch amerikanische Akzente á la (alter) SEPULTURA oder SARCOFAGO ins Spiel bringt.
Die drei Songs dieser EP sind herrlich rau produziert und fangen sehr gut die
Stimmung alter Death-Metal-Demos ein. Die Gitarren rattern herrlich traditionell und auch die ächzenden Growls wurden mit einer ausreichenden Portion Hall versehen. Das Tempo ist ebenfalls perfekt gewählt. Die drei Lieder sind herrlich straight-forward und ziehen gradlinig ihr Ding durch ohne sich dabei wie andere Bands in Hochgeschwindigkeitsexzessen zu verlieren. Beklagen kann sich bei diesen Zutaten eigentlich niemand.
Es ist einfach herrlich dieser Truppe zu lauschen und sich ihrer innbrünstigen Power hinzugeben. Trotzdem kann ich mit 'Cemetery Of Lies' einen persönlichen Lieblingssong ausmachen. Hier ist der Groove-Faktor noch mal etwas höher und die Melodie geht besonders gut ins Ohr. Ein würdiger Rauswerfer für diese insgesamt wirklich gelungene Demo, die stilecht in alter Tradition als MC zu erwerben ist.


Wer also seiner Kassetten-Sammlung eine neue Perle hinzufügen will, sollte sich beeilen und bei FDA Rekotz "Sacrifice" ordern und üben den Namen INCARCERATION unfallfrei auszusprechen, da man ihn zukünftig sicherlich häufiger benutzen wird. 

8,5 von 10 Punkten

[Adrian]

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