Sonntag, 20. Mai 2012

Band Of The Week: Rotten Sound



So, die alte Ordnung ist wieder hergestellt! Nach einer doppelten Landung Black Metal gibt es diese Woche wieder Death Metal und Grindcore auf die Ohren.
Diesmal verschlägt es uns nach Finnland zu ROTTEN SOUND, ganz genau nach Vaasa, wo 1993 eine ziemlich heftige Band aus der Taufe gehoben wurde, die Deathgrind vom Feinsten spielt.

Mit "Cursed" erschien im Frühjahr 2011 ihr letztes monströses Killeralbum, das auf wunderbarste Weise Trademarks von ENTOMBED, GRAVE, NAPALM DEATH und auch MISERY INDEX miteinander verbindet. Sowas geht nicht, meint ihr? Na, dann hört zum Beispiel nur einmal in das göttliche 'Ritual' oder 'Green' rein! Die Songs sind unfassbar brutal und haben zum Teil ein unbändiges Tempo drauf, aber haben auch stets Sinn für Groove und Atmosphäre. Das Machwerk klingt wie aus einem Guss und die Tracks, die mit ein bis zwei Minuten sehr kurz sind, gehen in einander über und wirken so wie eine kompakte Abrissbirne. Hier hat das Gebolze noch Sinn und insbesondere das traditionell todesmetallische Organ von Fronter 
Keijo Niinimaa tut sein Übriges. Kein Wunder, dass NASUM ihn engagiert haben, um ihre 2012er Abschiedstour zu spielen. Die Stimme ist der Hammer und hat sehr viel Charakter, was so mancher Deathgrind-Band ja leider abgeht. 
Ein ebenfalls sehr interessanter Release ist die "Consume To Contaminate"-EP aus dem Jahr 2006. Die Songs sind auch hier sehr kurz und überzeugen vor allem durch abwechselungsreiche Tempowechsel. So bilden unter anderem 'Loss', 'Crime' und auch 'GDP' einen monolithischen Block, der keine Fluchtmöglichkeit bietet. Außerdem bekommt man mit 'CTC' ein sehr stimmungsvolles Instrumental geboten, das zwei Minuten lang hypnotisch und doomig unterhält, bevor die Highspeed-Attacken 'Flesh' und 'Fear' wieder das Sperrfeuer eröffnen.
Diese beiden Platten sind aber nur Beispiele, denn eigentlich kann man alles empfehlen, was die Band die Jahre über auf den Markt geworfen hat. Ob man nun beim 2002er Album "Murderworks" oder bei der 2010er EP "Napalm" zuschlägt ist eigentlich egal, denn man bekommt durchweg harte Klänge, inferalische Riffs und fiese Vocals geboten, die zu einem unwiderstehlichen Gesamtpaket werden. Wer diese Finnen also bisher noch nicht kannte, sollte sie unbedingt antesten. Aber seid gewarnt, die Suchtgefahr ist riesig!

[Adrian]

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