Dienstag, 24. Januar 2017

Event-Tipp: Ancst, Depravation und Deadwood im Klapperfeld Frankfurt

Ende Februar wird es mit der Zeremonie der Schatten bereits ziemlich düster im Rhein-Main-Gebiet. Leider ist dieser Abend bereits ausverkauft, aber glücklicherweise gibt es bereits wenige Tage später das nächste Schwarzmetallkonzert im Herzen Hessens. Am Donnerstag den 2. März wird es laut und finster im alten Gefängnis Klapperfeld in der Mitte Frankfurts. Die aktuelle Tour der Berliner Black-Cruster von ANCST hält in Mainhatten und zusammen mit dem Gießener Trümmerkommando DEPRAVATION und den düsteren Atmosphärikern DEADWOOD wird die Feierabendgestaltung Anfang März etwas härter ausfallen in der Finanzmetropole.
Bevor wir auf die Hauptstädtler zu sprechen kommen, wollen wir die beiden Vorbands näher erwähnen. Die Lokalmatadore von DEADWOOD spielen eine amtliche Mischung aus Black Metal, Postrock sowie Elementen aus Psychedelic und Ambient. Dennoch sollte man nicht den Fehler erlauben allzu zahme Beschallung zu erwarten. In mehr als zehn Jahren hat sich dieses Quintett zu einem vielschichtigen Act entwickelt, der zu den interessantesten Kapellen im Rhein-Main-Gebiet gehört. 
DEPRAVATION aus Mittelhessen ist ebenfalls ein schwarzmetallischer Grenzgänger. Das Quartett vermischt ihren Extreme Metal mit einer ordentlichen Portion Crust und Hardcore. Seit über fünf Jahren im Geschäft haben die Gießener bereits zwei EPs, eine Split und ein Album veröffentlicht und sorgen auf der Bühne stets für eine energiegeladene Show.
Abgerundet wird das Abendprogramm durch ANCST. Eine der spannendsten Bands im Spannungsfeld zwischen rotzigem Core, Crust, Drone und natürlich Black Metal. Die bisherigen Releases, die ich hören und rezensieren durfte, konnten mich allesamt überzeugen und fallen deutlich aus dem kompositorischen Rahmen, den man sonst so gewohnt ist. Diese Musiker sind anders und wollen bewusst keine Szene-Klischees erfüllen. Euch sind die Berliner nicht true genug? Ihnen wird es herzlich egal sein und das macht sie erst so authentisch. 
Wer also am 02.03.2017 keine Lust auf rumliegen und Netflix hat, sollte sich in der Klapperfeldstraße 5 in Frankfurt (nahe der Konstablerwache) einfinden und sich etwas den etwas anderen Black-Metal-Abend anschauen. 

[Adrian]

Keine Kommentare:

Kommentar posten