Dienstag, 18. Oktober 2016

Reingehört: The Article "The Black Chapter"


Die hessischen Melo-Deather von THE ARTICLE kannte man bisher vor allem durch ihre Auftritte im Großraum Frankfurt. Nun gibt es das Quintett allerdings auch für Zuhause. Vier Titel plus Intro und Outro hat man auf eine CD gebannt unter vertreibt diese unter dem Banner "The Black Chapter".
Das Positive zuerst die Gitarristen können richtig gute Riffs schreiben! Singend,
treibend oder gerne auch verspielt. In vielen Bereichen kann man es mit progressiven Genre-Vertretern aufnehmen und liefert eine ausgefallene Vorstellung ab, die sich gerne auch bei anderen metallischen Spielarten bedient. Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang vor allem die tollen Soli. Auch die Rhythmik ist ausgefallen und befindet sich einem steten Fluss, der für ordentlich Abwechselung sorgt. Damit haben wir die positiven Aspekte dieser Platte leider auch schon abgegrast. Denn die Screams und Grunts von Vokalist Frieder wollen sich nicht mit dem instrumentalen Fundament homogen verbinden. Das ist schade, denn ich kenne die Jungs vor allem von der Bühne und da konnte mich ein Titel wie 'Fall Of Empires' noch eher überzeugen und mitreißen. Auf der vorliegenden Scheibe aber geht er überhaupt nicht an mich heran. Woran es liegt? Vielleicht liegt es am Druck der auf dem Studiowerk fehlt. Vielleicht liegt es auch am ambitionierten Song-Aufbau, den man nicht unbedingt als eingängig bezeichnen kann. Möglich ist auch, dass mir persönlich der ganze Mix einfach zu sehr in Richtung Deathcore geht - was aber wieder eine individuelle Geschmacksfrage ist.

Kurzum, es ist es ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren die "The Black Chapter" trotz einiger guter Zutaten insgesamt nicht funktionieren lassen. So ist das Liedgut einfach nicht genug auf den Punkt gebracht worden und man bremst sich durch einige unpassende Tempowechsel durchgehend selbst aus, wodurch anders als bei klanglichen Kollegen wie NEAERA oder MAROON der Funke einfach nicht überspringen will. Fans moderner und progressiver Töne sollten dennoch ein Ohr riskieren - vor allem wenn man die Chance hat den Fünfer auf der Bühne zu erleben.
Seit 14. Oktober kann das Debüt der Hessen bei der Band selbst eingesackt werden.

[Adrian] 

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