Sonntag, 18. August 2019

CD-Review: Keitzer "Where The Light Ends"

Auch 2019 bleibt KEITZER seiner lieb gewonnen Tradition treu alle zwei bis drei Jahre ein neues Studioalbum zu veröffentlichen. "Where The Light Ends" ist mittlerweile die siebte Full-Length der FDA-Records-Institution und erscheint  passend  zum zwanzigjährigen Bandjubiläum. Gibt es eine Reformation oder bleibt alles wie es ist? Lasst es uns herausfinden.

Bei der letzten Scheibe  "Ascension" habe ich mich vor zwei Jahren noch beschwert, dass sich im Grunde nichts im Vergleich zu deren Vorgänger "The Last Defence" verändert habe. Bei meiner nunmehr dritten Rezension einer KEITZER-Platte habe ich akzeptiert, dass die Nordrhein-Westfalen ihren festen
Stil haben, den kann man wahlweise feiern oder achselzuckend ignorieren kann. Denn es ist nun einmal traditioneller Death Metal, der mit einer Prise Crust und Groove gemixt wurde. Wem das zu wenig ist, dem wird man die Band nicht mehr schmackhaft machen können. Überzeugte Death-Metalheads werden allerdings das geradezu apokalyptische Schlagzeugfeuerwerk und die rasiermesserscharfen Riffs sehr zu schätzen wissen. Die kehligen, charakterstarken Grunts von Fronter Chaco sollten diese mittlerweile sowieso schon ins Herz geschlossen haben. Gut gefällt mir persönlich, dass man für diesen Dreher kompakter geworden ist - die Spielzeit liegt jetzt wieder unter 40 Minuten und das spürt man deutlich. Alles ist kurzweiliger und generell hat man die Songs gut  auf den Punkt gebracht. Bis auf ein paar in die Tracks eingewebte Samples ist das Song-Writing unheimlich straight-forward. Im Grunde der perfekte Soundtrack um mit Vollgas nachts über eine leere Autobahn zu düsen (Anmerkung: das soll keine Aufforderung sein - haltet euch an die Straßenverkehrsordnung!).

Alles in allem macht KEITZER nicht viel anders und hat nur ein paar Details feinjustiert, aber schon das allein reicht, um bei mir die Begeisterung zu entfachen. Vor allem live dürften die brachialen Hymnen ordentlich ins Ohr gehen und die krachenden Beats für einige Nackenschmerzen sorgen. "Where The Light Ends" ist die perfekte Platte um 20 Jahre KEITZER zu zelebrieren. Jeder Todesmetaller kann hier mit ruhigem gewissen sein Geld investieren.
Seit 19.07.2019 gibt es diese Scheibe bei F.D.A. Records.

8,5 von 10 Punkten

[Adrian] 

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