Donnerstag, 4. Oktober 2018

Throwback Thursday: Entombed "Wolverine Blues"

Kinder, wie die Zeit vergeht! Jetzt feiert sogar schon das dritte Studioalbum der Kult-Schwedentod-Formation ENTOMBED sein 25. Wiegenfest! "Wolverine Blues" kam im Herbst '93 via Earache in die Läden und sollte eine der wichtigsten Kurswechsel der Band darstellen.
Nachdem die ersten beiden Scheiben 'Left Hand Path' und 'Clandestine' maßgeblich  daran beteiligt waren das Genre des Swedish Death Metal aus der Taufe zu heben, ließ man sich dezent von Alternative und Grunge inspirieren und
baute verschiedene Rock-Elemente in den eigenen Sound ein. Das Ergebnis sollte später unter dem Namen "Death'n'Roll" ein eigene Schublade erhalten und vor allem durch Kollegen wie GOREFEST, SIX FEET UNDER sowie später auch DEBAUCHERY einer breiten Masse zugänglich gemacht werden. Allerdings sollte man nicht erwarten auf "Wolverine Blues" eine Kollision von AC/DC und CANNIBAL CORPSE zu erleben - dafür sollten in Zukunft wie erwähnt andere Bands zuständig sein. Die rockigen Einflüsse sind dezent und werden vor allem über einen sehr trockenen Groove in das bereits an sich sehr treibende Netz des Elchtods eingewoben. Vor allem die Mischung aus Shouting und Growling von Fronter LG Petrov, der nach seiner Abstinenz beim Zweitwerk hier wieder an Board war, sorgen dafür, dass dieser Stilmix funktioniert. Genauso ist auch das exzellente und ungezwungene Gitarrenspiel von Uffe und Hellid dafür verantwortlich, dass man nicht zwei heterogene Genre-Fremdkörper ins Ohr geprügelt bekommt, sondern ein durchfachtes Konzept serviert bekommt, das man ohne große Mühen nachvollziehen kann.

Mit dem Titeltrack, 'Full Of Hell' und 'Out Of Hand' sind einige unsterbliche Hymnen auf "Wolverine Blues", die man sich auch heute noch gerne live anhört, wenn LG Petrov mit seiner Spinoff-Version von ENTOMBED (A.D.) auf der Bühne steht. Es ist wirklich schade, dass Uffe, Hellid und Nicke auf der einen Seite und Petrov auf der anderen Seite nicht miteinander klar kommen, denn zusammen haben sie stets die besten Alben abgeliefert. So wie damals vor 25 Jahren als man mit einem Longplayer ein ganzes Subgenre verändert hat.
Am 4. Oktober 1993 erschien "Wolverine Blues" bei Earache Records.

[Adrian]

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