Donnerstag, 26. April 2018

Throwback Thursday: Purgatory "Deathkvlt - Grand Ancient Arts"

25 Jahre gibt es nun schon das Nossener Todesblei-Quartett PURGATORY. Im Untergrund genießen die Herren einen exzellenten Ruf und veröffentlichen mit stabiler Schlagzahl neue Alben. Diesen Monat vor fünf Jahren erschien mit "DEATHKVLT - Grand Ancient Arts" die siebte Langrille der Kapelle und erhielt meiner Meinung nach viel zu wenig Aufmerksamkeit in der Szene, was damals auch mit dem hohen Output der Old-School-Welle zusammenhängen mag. Wir exhumieren deswegen gerne noch einmal für euch mein altes Powermetal.de-Review aus dem Erscheinungsmonat und präsentieren euch die wichtigsten Punkte zum Release in gekürzter Fassung.
Der musikalischen Ausrichtung bleibt PURGATORY auch auf "DEATHKVLT - Grand Ancient Arts" treu und ballert vornehmlich schnellen und brutalen Todesstahl heraus, der noch am ehesten mit DEICIDE oder auch härteren BEHEMOTH zu vergleichen ist. Entgegen der aktuellen Hörgewohnheiten der Szene findet man hier lediglich dezente Einflüsse der frühen Florida- und Stockholm-Szene. Das Hauptaugenmerk liegt hier vielmehr auf ratternden Blasts und tiefen, mahlenden Riffs, die wie ein Panzergeschütz für tiefe Krater im Trommelfell sorgen. Dass man aber auch für eine gewisse (wenn auch kleine) Abwechselung sorgen kann, beweist ein angeschwärzter Stampfer wie 'Underneath Fathomless Depths', der eine düstere und bedrohliche Stimmung erzeugt. Die Schwarzmetall-Einwürfe stehen den ostdeutschen Urgesteinen gut zu Gesicht und werden besonders Fans von KRISIUN, BELPHEGOR und Co freuen. Vor allem da hier neben abgrundtiefen Growls auch fiese Screams Eingang finden. Da werden sogar Fans von DEVOURMENT und SUFFOCATION mit der Zunge schnalzen. PURGATORY sind eben PURGATORY und sie ziehen ihr Ding gnadenlos durch.

Insgesamt kann aber jeder Death-Metal-Maniac, der es auch etwas härter mag, diese Scheibe bedenkenlos antesten. PURGATORY erfinden sich zwar auf "DEATHKVLT - Grand Ancient Arts" nicht grundlegend neu, aber Fans des wahren Brutal Death werden mit so tollen Hymnen wie 'Pandemonium Rising' und 'Into Starless Chaos' eine Menge Spaß haben.
Am 05.04.2013 erschien dieser Dreher bei War Anthem Records.

[Adrian]

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