Montag, 19. Juni 2017

Reingehört: F41.0 "Bürde"

Bereits im Vorfeld der Veröffentlichung haben wir über "Bürde", das neue Album von F41.0, berichtet. Für alle die, die das verpasst oder vergessen haben, hier nochmal ein paar Eckdaten. Der Name F41.0 ist ein medizinischer Terminus für eine Angststörung und gegründet wurde das Projekt durch ATRAS-CINERIS-Basser Hysteriis, der die Kapelle in Eigenregie seit 2007 betreibt und 2013 mit "Near Life Experience" bereits ein Album vorgelegt hat. Musikalisch hat man es hier mit voluminösen Black Metal zu tun, der mit seiner Struktur und seinen Arrangements gerne mal aus dem Rahmen fällt.
Das hat sich auch auf dem aktuellen Werk nicht geändert. Hysteriis kreiert mit
den vorliegenden sechs Titeln eine Atmosphäre aus Wahnsinn und Verzweiflung, die zum einen im leidenden Gesang und zum anderen in den nach Hoffnungslosigkeit klingenden Melodien verwirklicht wird. Das gesamte Album folgt einer homogenen wie negativen Gemütslage, die alle Titel miteinander verbindet. Auch wenn immer wieder verschiedene Gastsänger (von beispielsweise TOTGELICHTER, NARVIK oder auch MOR DAGOR) am Mikro wechseln besitzt der Tonträger eine unverwechselbare DNA, die man eindeutig heraushören kann. Natürlich lassen sich im Sound von F41.0 Parallelen zu Acts wie NOCTE OBDUCTA oder (alten) LANTLÔS ausmachen, aber das mindert kaum die Wirkung der äußerst intensiven Stücke.
Die 46 Minuten, die “Bürde” benötigt um durch zu laufen, sind zu keinem Zeitpunkt langweilig oder zäh. F41.0 liefert erneut ein tolles Werk des atmosphärischen Schwarzmetalls ab und verdient nicht nur die Aufmerksamkeit der düsteren Avantgarde, sondern dürfte für alle Freunde extremer Klänge und tiefschwarzer Klangteppiche interessant sein.
Bei der Geisterasche Organisation liegt der Dreher seit dem 19. Mai für euch bereit.

[Adrian]

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